
Das Gebot der Stunde: Mitbestimmung stärken und ausbauen!
Die Wirtschaft in der Bundesrepublik befindet sich in einem einschneidenden Wandlungsprozess. Globalisierung der Finanzmärkte, Internationalisierung der Wirtschaft, Rückgang des Normalarbeitsverhältnisses, neue Managementmethoden, Betriebsschließungen und Fusionen sind nur einige Stichworte, die den Wandel kennzeichnen. In den letzten Jahrzehnten gab es erhebliche Veränderungen in der „Welt der Erwerbsarbeit“, die zu Lasten der Beschäftigten gingen und weiterhin gehen.

Die Mitbestimmung in der Bundesrepublik Deutschland hat sich als Standortvorteil bei zunehmendem internationalen Wettbewerb bewährt. Sie muss aber aufgrund der Wandlungsprozesse erneuert und ausgebaut werden. Arbeitnehmer müssen zu vollwertigen Gliedern des Unternehmens werden. Das hohe Gut des sozialen Friedens verlangt einen Ausbau des „Mitbestimmungsstandortes Deutschland“. Dies gilt sowohl für die Betriebsverfassung, aber insbesondere für die Unternehmensverfassung, die derzeit völlig ausgespart bleibt. An den wichtigen Entscheidungen zu Standorten, Investitionen, Produkten und Produktionssystemen sind die Beschäftigten nicht beteiligt, während sie aber gleichzeitig die Folgen dieser Entscheidungen auf Unternehmensebene auf Wohl oder Wehe mitzutragen haben. Dies ist ein unhaltbarer Zustand, der geändert werden muss.
Wir fordern deshalb effektive Mitbestimmungsstrukturen insbesondere für:
- eine aktive Mitgestaltung auch der einzelnen Arbeitnehmer in Betrieb und Unternehmen,
- eine wirksame Kontrolle der wirtschaftlichen Macht,
- eine Demokratisierung der Wirtschaft im Unternehmensbereich.






