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Positionen der KAB

Mitbestimmung

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in Deutschland beschäftigt sich seit vielen Jahren
mit dem Ausbau der Mitbestimmung. Dieser ist angesichts der Wandlungsprozesse dringender
denn je.
Unterstützen Sie den Aufruf und das Anliegen der KAB für mehr Mitbestimmung!

Das Gebot der Stunde:
Mitbestimmung stärken und ausbauen!

Die Wirtschaft in der Bundesrepublik befindet sich in einem einschneidenden
Wandlungsprozess. Globalisierung der Finanzmärkte, Internationalisierung der
Wirtschaft, Rückgang des Normalarbeitsverhältnisses, neue Managementmethoden,
Betriebsschließungen und Fusionen sind nur einige Stichworte, die den Wandel
kennzeichnen. In den letzten Jahrzehnten gab es erhebliche Veränderungen
in der „Welt der Erwerbsarbeit“, die zu Lasten der Beschäftigten gingen
und weiterhin gehen.

Die Wandlungsprozesse laufen über die Köpfe der Beschäftigten hinweg,
während diese gleichzeitig die Lasten und Risiken zu tragen haben.
An den für sie lebenswichtigen Entscheidungen sind sie nicht oder nur
unzureichend beteiligt. Die Forderung nach dem Ausbau der demokratischen
und gesamtgesellschaftlichen Partizipation macht oftmals an den Betriebstoren halt.
Bei den Beschäftigten selbst wächst der Unmut. Notwendige Motivationspotentiale
für die Mitgestaltung des wirtschaftlichen und betrieblichen Wandels liegen so brach.
Die Mitbestimmung muss deshalb weiter ausgebaut werden!

Die Mitbestimmung in der Bundesrepublik Deutschland hat sich als Standortvorteil
bei zunehmendem internationalen Wettbewerb bewährt.
Sie muss aber aufgrund der Wandlungsprozesse erneuert und ausgebaut werden.
Arbeitnehmer müssen zu vollwertigen Gliedern des Unternehmens werden.
Das hohe Gut des sozialen Friedens verlangt einen Ausbau des
„Mitbestimmungsstandortes Deutschland“. Dies gilt sowohl für die Betriebsverfassung,
aber insbesondere für die Unternehmensverfassung, die derzeit völlig ausgespart bleibt.
An den wichtigen Entscheidungen zu Standorten, Investitionen, Produkten und
Produktionssystemen sind die Beschäftigten nicht beteiligt, während sie aber
gleichzeitig die Folgen dieser Entscheidungen auf Unternehmensebene auf
Wohl oder Wehe mitzutragen haben. Dies ist ein unhaltbarer Zustand,
der geändert werden muss.

Wir fordern deshalb effektive Mitbestimmungsstrukturen insbesondere für:

  • eine aktive Mitgestaltung auch der einzelnen Arbeitnehmer in Betrieb und Unternehmen,


  • eine wirksame Kontrolle der wirtschaftlichen Macht,


  • eine Demokratisierung der Wirtschaft im Unternehmensbereich.


  • Dazu ist eine partnerschaftliche Unternehmensverfassung auf der Grundlage
    uneingeschränkter Gleichgewichtigkeit von Anteilseignern und Arbeitnehmern
    im Basis- und Aufsichtorgan des Unternehmens auf dem Fundament einer
    beidseitigen Unternehmensmitgliedschaft notwendig!

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