
Mit dem Motto „Teilhabe für alle!“ soll anlässlich des diesjährigen Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung daran erinnert werden, dass in Europa und weltweit sehr viele Menschen weder ihre Grundbedürfnisse noch ihre Teilnahme an der Gesellschaft materiell absichern können. Das bedingungslose, die Existenz- und Teilhabe sichernde Grundeinkommen ist ein wichtiges Instrument, um endlich mit Armut und Ausgrenzung von Menschen Schluss zu machen.
Eine neue Solidarität
Das Grundeinkommen sei ein
wichtiges Instrument zur Gestaltung einer humanen und umweltfreundlichen
Tätigkeitsgesellschaft, so Birgit Zenker weiter, es ermögliche mehr Freiheit, individuelle
Entwicklungsperspektiven und eine neue Solidarität in der Gesellschaft.
Das Netzwerk, das von Wissenschaftlern, Studierenden, Mitgliedern von Erwerbsloseninitiativen, kirchlichen Verbänden und Parteien gegründet wurde, besteht heute aus ca. 2800 Einzelmitgliedern, 83 Mitgliedsverbänden und einer Vielzahl von Initiativen. Bei aller Pluralität fühlen sie sich den gleichen Kriterien verpflichtet: Das Grundeinkommen soll Existenz und Teilhabe sichern und ohne Bedürftigkeitsprüfung, Zwang zur Arbeit oder anderen Gegenleistungen gewährt werden – als individueller Rechtsanspruch. Diese Kriterien vertritt das Netzwerk auch offensiv innerhalb der wachsenden Grundeinkommensbewegung.
"Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen stellen sich viele Fragen und Probleme anders, manche lösen sich einfach auf und andere ergeben sich neu. Es wird ein neuer Gestaltungsspielraum eröffnet und löst uns aus den Zwängen des bloßen Reagierens. Die Frage - Wie wollen wir leben? - kann endlich angstfrei diskutiert werden", betont die KAB-Bundesvorsitzende.



