Wenn ein Unternehmen ausschließlich die Kapital-Rendite im Blick hat, sind Lohnkürzungen, Abbau der Normalarbeitsverhältnisse, Flexibilisierung der Arbeitszeit und der Arbeitsbedingungen, Fusionen und Betriebsverlagerungen an der Tagesordnung. Das Wohl der Beschäftigten und ihrer Familien und manchmal sogar die Zukunft des gesamten Unternehmens wird der Gier von „Finanzhaien“ und Kapitalanlegern geopfert. Wir sind der Überzeugung, dass ein Kapitalismus, der nur den Wettbewerb im Blick hat und ausschließlich den Kapitalinteressen dient, menschenfeindlich und inakzeptabel ist. weiterlesen
In solchen existenzbedrohenden Zeiten ist die betriebliche Mitbestimmung wichtiger denn je für „sichere und gute Arbeit“. In dieser schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Situation sind Betriebsräte einfach notwendig. Nur über ihre Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte können Sozialpläne oder Überbrückungsmöglichkeiten verhandelt werden. Sie sichern Arbeitsplätze. Sie garantieren den sozialen Frieden in unserem Land. Betriebsräte sind notwendig, um die soziale Marktwirtschaft weiterzuentwickeln.
Immer wieder hindern Unternehmensleitungen ihr Mitarbeiter/innen einen Betriebsrat zu gründen. Persönlicher Druck und Drohszenarien sollen einschüchtern und betriebliche Mitbestimmung von Arbeitnehmer/innen verhindern. Die KAB fordert besonders die Unternehmensleitungen in Billigmärkten und Lebensmittel-Discountern (unter anderen: Lidl, Aldi) auf, eine Betriebskultur zu schaffen, in der die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Mitbestimmungsrechte wahren und nutzen können. Betriebliche Mitbestimmung hat sich bewährt, sie stärkt die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern und sie macht Unternehmen zukunftssicher.
Die Katholische Soziallehre betont: „Nicht nur die Verteilung des Wirtschaftsertrages müsse den Forderungen der Gerechtigkeit entsprechen, sondern auch der gesamte Wirtschaftsvollzug. In der menschlichen Natur selbst ist das Bedürfnis angelegt, dass, wer produktive Arbeit tut, auch in der Lage sei, den Gang der Dinge mitzubestimmen und durch seine Arbeit zur Entfaltung seiner Persönlichkeit zu gelangen.“ (Sozialenzyklika Mater et Magistra 82).
Jetzt sind Sie am Zug! Nutzen Sie die Betriebsratswahlen 2010, um sich einzuschalten:
Wählen Sie Ihren Betriebsrat, oder kandidieren Sie selbst!
Es ist Ihr gutes Recht!
Wir engagieren uns mit Ihnen.Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands




