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Klimapolitik: Maßstab Gerechtigkeit

Welche Rolle spielen ethische Argumente in der aktuellen Debatte um den Schutz der Umwelt und der Bewältigung des Klimawandels?

Brüssel/Köln, 22.10.2013. Dieses war die zentrale Fragestellung eines Dialogseminars, das von der "Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE)", der "Kommission für Kirche und Gesellschaft der Konferenz Europäischer Kirchen" und dem "Büro der Europäischen Politikberater" mit der Europäischen Kommission in Brüssel durchgeführt wurde. Bei dieser Expertendiskussion war die KAB Deutschlands durch Wilfried Wienen vom KAB Europabüro vertreten.

Ein Anlass zur Durchführung dieser Veranstaltung war die bevorstehende UN-Klimakonferenz, die vom 11. bis 22. November 2013 in Warschau stattfinden wird und als Fortsetzung der Verhandlungen zu einem Welt-Klimavertrag geplant ist. Ein Hintergrund für die kurzfristig einberufene Konferenz war ein erst kürzlich, Ende September 2013, veröffentlichter fünfter UN-Klimaschutzbericht, der vom "Weltklimarat" (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) erstellt wurde. Dieser Bericht bestätigt eindeutig eine Erwärmung des Klimasystems: Die Atmosphäre und der Ozean sind wärmer geworden, Schnee und Eis sind zurückgegangen, der Meeresspiegel und die Konzentration an Kohlendioxid in der Atmosphäre sind angestiegen. Veränderungen wie seit den 1950er Jahren sind seit Jahrtausenden noch nicht aufgetreten. Die weitere Freisetzung von Treibhausgasen wird zu einer weiteren Klimaerwärmung und den damit einhergehenden Änderungen am Klimasystem führen.

Die 50 Teilnehmer/innen des Dialogseminars diskutierten somit zum Thema "Klimawandel als europapolitische Herausforderung – die Rolle von Ethik, Lifestyle, Solidarität und globaler Gerechtigkeit“ und stellten die Rolle der europäischen Politik in Hinblick auf den Klimaschutz in den Fokus. Aus ethischer Sicht ist dabei im Besonderen eine Verknüpfung von Klimaschutz, Nachhaltigkeit und weltweiter Armutsbekämpfung zu beachten.