Gemeinsam mit der Initiative "aktion-arbeitsunrecht.de" wurde eine Petition an de Abteilungsleiter Arbeitsschutz im Arbeitsministerium, Markus Leßmann, übergeben. Die Initiative "aktion-arbeitsunrecht" und mit ihr viele weitere Organisationen hatten zu einer Demonstration am Freitag, dem 11. September in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf aufgerufen, um gegen die weitgehende Untätigkeit und Duldung der menschenverachtenden Verhältnisse in vielen fleischverarbeitenden Betrieben durch die zuständigen Landesbehörden aufmerksam zu machen. Besonders das Fleischunternehmen Tönnies stand im Focus der Proteste.
Gegen moderne Sklavenarbeit
Das Unternehmen Tönnies-Holding mit Sitz in Dänemark wurde besonders durch die seit über einem Jahrzehnt bekannten katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Tausend Beschäftigter bekannt uind berüchtigt. Erst die Infizierung und Erkrankung von über tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den Corona-Virus hatten Landes- und Bundesregierung reagiert. Auch der KAB-Diözesanverband Paderborn beteiligte sich an der Demonstration in Düsseldorf und sprach sich gegen den "modernen Sklavenhandel" aus. Die KAB macht seit vielen Jahren auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischindustrie aufmerksam.
Die Forderungen an das NRW-Arbeitsministerium betreffen die Wohnsituation, die Mitbestimmung und die Scheinselbstständigkeit durch Sub-Unternehmer. "General-Unternehmer sind für die Verhältnisse bei ihren Sub-Unternehmen verantwortlich", so die Petitionsforderung. Darüber hinaus fordert die KAB zusammen mit der Aktion Arbeitsunrecht Tarifverträge für die Beschäftigten und unbefristete Festanstellungen.
Die Petition kann weiterhin unterschrieben werden:https://arbeitsunrecht.de/jetzt-unterschreiben-petition-an-nrw-arbeitsminister-laumann/