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Totalausbeutung von Mensch und Natur oder gerechter Ausgleich und Respekt vor der Schöpfung?

Die deutsche Delegation bei der EBCA-Tagung in Brixen (vlnr) Stefan-Bernhard Eirich, Sarah Prenger, Markus Vennewald, Otto Meier, Roberto Alcaide, Ingrid Schumann

Tagung der Europäischen Bewegung Christlicher Arbeitnehmer (EBCA) über die Zukunft des Tourismus

Vom 10.-12. September 2026 diskutierten 49 Teilnehmende aus neun EU-Ländern und der Schweiz in der Cusanus-Akademie in Brixen über Segen und Fluch des Tourismus in Zeiten des Overtourism.

Im Mittelpunkt standen der enorme Druck auf die Beschäftigten, die Belastungen für Bevölkerung und Umwelt und die Frage, wie wirtschaftlicher Erfolg sozial gerecht und ökologisch tragfähig gestaltet werden kann. Tourismus schafft Einkommen und Arbeitsplätze. Zugleich verschärft er in vielen stark besuchten Regionen Europas den Druck auf Wohnraum, Verkehr, Landschaft und Beschäftigte. In ihrer Abschlusserklärung fordert die EBCA existenzsichernde Löhne, faire Arbeitsbedingungen und eine verpflichtende Beteiligung der Bevölkerung an touristischen Planungen. Wohnraum dürfe dem Alltag der Menschen nicht weiter entzogen werden. Landschaft, Wasser und andere natürliche Ressourcen seien gemeinsame Lebensgrundlagen und keine unbegrenzt verfügbaren Waren. „Tourismus darf kein Selbstzweck sein, der Landschaften ausbeutet, Wohnraum zerstört und Arbeitnehmer verheizt“, heißt es in der Erklärung. 

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