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Trauer um Elisabeth Bußmann: Kämpferin für Familien und Kinder

Elisabeth Bußmann war eine wichtige Stimme für Familie in Deutschland.

Für die Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rente kämpfte die KAB gemeinsam mit dem Familienbund der deutschen Katholiken (FDK) und dem Katholischen Frauenbund Deutschlands (kfd). Hier Elisabeth Bußmann (links) mit dem früheren KAB-Bundesvorsitzenden Rudi Großmann und der ehemaligen kfd-Präsidentin Magdalena Bogner bei der Vorstellung des Modells "Solidarischen Alterssicherung" in der Bundespressekonferenz. Fotos: Rabbe

Die langjährige Leiterin und Geschäftsführerin des Könzgenhauses der KAB und CAJ, Elisabeth Bußmann, verstarb am 30. August 2022 in Isselburg. Über drei Jahrzehnte hinweg war Elisabeth Bußmann die führende Familienpolitikerin des Sozialkatholizismus in Deutschland.

Ihr Einsatz für das Wohl von Familien und Kindern und für einen sozial gerechten Lasten- und Leistungsausgleich haben auch die Programmatik der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands tief geprägt.

Unermüdlich war ihr Einsatz für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft, insbesondere für Familien und Kinder, nicht zuletzt als langjährige Präsidentin des Familienbund der Katholiken. Die Politik erinnert sie immer wieder eindringlich daran, dass Erziehungsleistungen stärker anerkannt und gefördert werden müssten, insbesondere in den Sozialversicherungen, aber auch durch direkte Transferleistungen. „Ohne Familie ist kein Staat zu machen!“ und „Kinderarmut ist der größte Skandal in unserer Gesellschaft“ betonte sie oft in den Gesprächen mit der Politik.

Über mehr als zwei Jahrzehnte war Elisabeth Bußmann u.a. Mitglied im Bundesausschuss der KAB Deutschlands. Als Leiterin des „Familienpädagogischen Instituts der KAB Deutschlands“ mit ihrer hohen Fachkompetenz war sie Vordenkerin und Lenkerin zentraler Beschlüsse der KAB, zuletzt zum Kindergrundeinkommen. In der Soziallehre der Kirche verwurzelt, fair in der Debatte und immer den Dialog suchend, prägte Elisabeth Bußmann den fachlichen und offenen Dialog in den Gremien der KAB. Politik und notwendige Veränderungen begannen für Elisabeth Bußmann vor Ort, von unten. Deshalb war sie deutschlandweit in den Ortsvereinen und Bezirken unermüdlich unterwegs, um die Positionen der KAB überzeugend zu vertreten und Menschen für eine gerechte Politik und die KAB zu begeistern. Bildung und Politik waren für sie die zwei Seiten einer Medaille. Nicht zuletzt war Elisabeth Bußmann für viele eine kluge Ratgeberin und verlässliche Freundin in allen Lebenslagen.

Mit Elisabeth Bußmann verliert die KAB eine Streiterin für soziale Gerechtigkeit, die den Verband geprägt hat. Die KAB wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Ihre Güte, Menschlichkeit, Glaubhaftigkeit und ihr Engagement werden wir nicht vergessen und sind uns Vorbild für die Zukunft.

Köln am 5. September 2022

Andreas Luttmer-Bensmann
Bundesvorsitzender