KAB - Nachrichten https://www.kab.de/ Nachrichten de KAB - Nachrichten https://www.kab.de/fileadmin/tt_news_article.gif https://www.kab.de/ Nachrichten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 13 Feb 2019 14:35:26 +0100 Globale Verantwortung muss gesetzlich verankert werden https://www.kab.de/nc/presse/meldungen-uebersicht/detailansicht/article/globale-verantwortung-muss-gesetzlich-verankert-werden/ Die KAB Deutschlands sowie Weltnotwerk, das internationale Hilfswerk der KAB, begrüßen die Gesetzesinitiative von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu mehr Unternehmensverantwortung im... Freiwilligkeit reicht nicht aus / Existenzsichernde Löhne bei Zulieferfirmen Eine Zwischenbilanz des freiwilligen „Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)“ von Menschenrechtsorganisationen, dem DGB und VENRO (Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe), dem das Weltnotwerk angehört, zeige deutlich, dass ein deutsches Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfalt notwendig ist. In vielen Wertschöpfungsketten, wie der Textilindustrie und der Elektronikbranche, sind Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen an der Tagesordnung. „Um Menschenrechte in der Wirtschaft zu schützen und die Umsetzung der ILO-Arbeitsnormen zu fördern, ist ein gesetzlicher Rahmen und die Unterstützung von Gewerkschaften und Bündnisse vor Ort notwendig“, so der KAB-Bundesvorsitzende Andreas Luttmer-Bensmann. Jüngstes Beispiel ist die Abweisung einer Klage von Betroffenen eines Fabrikbrandes gegen das Textilunternehmen KiK vor dem Dortmunder Landgericht. KiK wurde als Hauptabnehmer beim Zulieferbetrieb Ali Enterprises in Pakistan eine Mitverantwortung für die katastrophalen Arbeitsbedingungen vorgeworfen. Bei einem Brand im Jahre 2012 kamen dort 258 Arbeitnehmerinnen ums Leben. „Deutsche Unternehmen müssen gesetzlich verpflichtet werden, in ihren Produktionsketten existenzsichernde Löhne  zu zahlen und der Arbeitsschutz einzuhalten“, fordert Weltnotwerk-Vorsitzender Schmitt.]]> kab.de Aktuelles KAB Startseite Wed, 13 Feb 2019 14:35:26 +0100 KAB: Echte Grundrente muss Altersarmut beseitigen https://www.kab.de/nc/presse/meldungen-uebersicht/detailansicht/article/kab-echte-grundrente-muss-altersarmut-beseitigen/ Die Pläne des Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zu einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung begrüßt die KAB Deutschlands. „Das Konzept ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“,... Dazu gehöre die Finanzierung aus Steuermitteln sowie der Abschied von einer Bedürftigkeitsprüfung. Dennoch sieht die KAB Deutschlands in dem vorliegenden Konzept einer Grundrente, die niedrige Renten bis zu 960 Euro im Monat aufstockt, noch keinen nachhaltigen Ansatz gegen die Altersarmut in Deutschland. „Die Messlatte mit 35 Jahre Rentenzeiten schickt weiterhin zu viel ältere Menschen in die Altersarmut“, erklärt Luttmer-Bensmann. So werden jene, die nur 34 Jahre und elf Monate gearbeitet haben, für ihre Lebensleistung nicht honoriert. Beschäftigte mit Lücken in der Erwerbsbiografie, wie Erwerbsarbeitslose, Beschäftigte mit längeren Erwerbsunterbrechungen wegen Kindererziehung und Pflege, prekär Beschäftige oder Soloselbständige werden die Voraussetzung von 35 Jahren Grundrentenzeiten nicht erreichen und profitieren somit nicht von der Grundrente. Auch die Begrenzung nach unten mit 0,2 Entgeltpunkten schließt insbesondere geringfügig Beschäftigte aus, beklagt die KAB.
Nachhaltig armutsfest mit Sockelrente
Deshalb plädiert KAB für eine Erwerbstätigenversicherung, die alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezieht. „Um Lebensleistungen, sprich die Erwerbsarbeit und Pflege- und Erziehungsleistungen gerecht in der Rente anzuerkennen, brauchen wir ei-nen solidarischen Sockel, auf den die Ansprüche aus der Pflichtversicherung addiert wer-den“, so der KAB-Bundesvorsitzende. Gemeinsam mit anderen katholischen Verbänden setzt sich die KAB seit Jahrzehnten für das Drei-Stufen-Modell einer solidarischen Alterssicherung ein.
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kab.de Aktuelles KAB rente Startseite Mon, 11 Feb 2019 14:36:39 +0100
Die KAB in Deutschland trauert um Bernadette Branzk https://www.kab.de/nc/presse/meldungen-uebersicht/detailansicht/article/die-kab-in-deutschland-trauert-um-bernadette-branzk/ Im Alter von 62 Jahren starb am Wochenende Bernadette Branzk. Die Thüringerin war seit 2003 bis 2017 Mitglied des damaligen KAB-Bundesvorstandes und hat maßgeblich beim Aufbau der KAB Deutschlands... Gründungsmitglied der Thüringer Sonntagsallianz Gemeinsam mit Gewerkschaften und der Evangelischen Kirche hatte Branzk als Vorsitzende der KAB im Bistum Erfurt 2012 die Gründung der Thüringer „Allianz für den freien Sonntag“ vorangetrieben. Mit Erfolg, vor zwei Jahren hatte das Oberverwaltungsgericht 20 geplante Sonntagsöffnungen in Kommunen des Freistaates au Antrag der Allianz gestoppt. Bernadette Branzk war Dipl-Sozialpädagogin und arbeitete als Bewährungshelferin im Justizzentrum Meiningen.  Die KAB verliert mit ihr eine engagierte und unermüdliche Mitstreiterin für die menschenwürdige Arbeits- und Sozialrechte.  ]]> kab.de Aktuelles KAB Startseite allianz-fuer-den-freien-sonntag Mon, 04 Feb 2019 15:18:53 +0100 Katholisches Rentenbündnis bei Rentenkommission der Bundesregierung https://www.kab.de/nc/presse/meldungen-uebersicht/detailansicht/article/katholisches-rentenbuendnis-bei-rentenkommission-der-bundesregierung-1/ Auf Einladung der Vorsitzenden der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ haben die katholischen Verbände ihr Rentenmodell in Berlin präsentiert. Zum Hintergrund: Im Jahr 2018 hat der Bundestag die sogenannte „doppelte Haltelinie“ beschlossen. Das bedeutet, dass das Rentenniveau bis zum Jahr 2025 48 Prozent nicht unterschreiten und dass der Beitragssatz die Marke von 20 Prozent nicht überschreiten darf. Die Bundesregierung hat die Aufgabe, Wege zu einer nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme ab dem Jahr 2025 zu finden und damit das Fundament für einen neuen, verlässlichen Generationenvertrag zu schaffen, einer Kommission aufgetragen. Der Kommission gehören Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner, der Politik und der Wissenschaft an. ]]> kab.de Aktuelles KAB rente Startseite bündnis sockelrente Startseite Bündnis Sockelrente rente Aktuelles Bündnis Sockelrente Fri, 25 Jan 2019 15:27:17 +0100 Kapverden: Armuts- und Umweltfragen sind nicht zu trennen https://www.kab.de/nc/presse/meldungen-uebersicht/detailansicht/article/kapverden-armuts-und-umweltfragen-sind-nicht-zu-trennen/ Welche Bedeutung hat „Laudato si” für den afrikanischen Kontinent und speziell für die Inselgruppe der Kapverden? Das war die zentrale Frage eines Seminars, das vor wenigen Wochen in Praia,...
„Die Wasserproblematik, hier besonders die Wasserknappheit, begegnet den Menschen auf den Kapverden bei Schritt und Tritt“, berichtet Wilfried Wienen, Seminarleiter der Aachener Delegation „An manchen Tagen gibt es Wasser aus der Wasserleitung. Wenn nicht, entnimmt man den täglichen Bedarf aus großen Fässern, die auf den Dächern stehen und von Tankwagen gefüllt werden. Regen gibt es im Schnitt einmal in fünf Jahren. Die neu angelegten Stauseen sind fast leer. In manchen Jahren verdursten und verhungern die Tiere, auch die Landwirtschaft bringt kaum Ertrag“. Die landwirtschaftliche Produktion auf den Kapverden reicht nicht zur Eigenversorgung, so dass über 90% der Nahrungsmittel importiert werden müssen.

Franzikus entwickelt in „laudato si“ seine Vorstellungen von der Arbeit im Kontext einer Schöpfungstheologie, die das Bebauen und Bewahren als Auftrag an den arbeitenden Menschen herausstellt. Arbeit muss in Harmonie mit der göttlichen Schöpfung erfolgen. Der Mensch ist Mitarbeiter am göttlichen Schöpfungswerk und hat für den Erhalt der Schöpfung Sorge zu tragen. Er stellt vor allem die Rechte der Arbeit heraus, dabei ist Schutz gegen Ausbeutung ein zentrales Element.

Aufgrund von hoher Arbeitslosigkeit lebt ein großer Teil der Bevölkerung als Arbeitsemigranten im Ausland und unterstützt so die Familienangehörigen auf der Insel. Wirtschaftliche Einnahmequellen für Kap Verde sind der Tourismus und der Export von Fisch, Bananen, Textilien, Schuh- und Lederwaren.

„Eine Arbeit zu haben, von der man mit seiner Familie leben kann, das ist für die Menschen in Kapverden das wichtigste“, erzählt Ralf Taufenbach, ebenfalls Teilnehmer aus der Aachener KAB. „Oft sind ganze Familien arbeitslos. Es gibt zwar gut ausgebildete junge Menschen, die aber auf den Inseln kaum eine Berufsperspektive haben. Sie sind die Migranten von morgen und werden den ‚Brain-Drain‘, die Abwanderung der einheimischen Talente, noch verstärken. Die Kapverden verlieren damit ihr wichtigstes Kapital, nämlich ihre Jugend“.

Kardinal Arlindo Furtado, der Bischof von Kapverden, betonte in seinem Vortrag die große Bedeutung, die „Laudato si“ für die Kapverden hat. „Die Kernbotschaft von Papst Franziskus lautet: Armuts- und Umweltfragen sind nicht voneinander zu trennen. Die Gerechtigkeitsfrage und die ökologische Frage sind zwei Seiten einer Medaille. ‚Laudato si‘ ist ein konkretes Thema bei unseren Gesprächen mit der Regierung“.

Zum Abschluss des Seminars kamen über 100 Aktivisten der Ação Católica im Pastoralzentrum von Praia zusammen um die Ergebnisse des Seminars zu besprechen und gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Gerade die Glaubensfreude und das begeisterte Engagement der Kapverdier berührten die TeilnehmerInnen aus Europa.]]>
kab.de Aktuelles KAB Startseite Fri, 25 Jan 2019 10:05:43 +0100
Zunehmender Nationalismus spaltet die europäischen Gesellschaften https://www.kab.de/nc/presse/meldungen-uebersicht/detailansicht/article/zunehmender-nationalismus-spaltet-die-europaeischen-gesellschaften/ Die KAB Deutschlands warnt im Rahmen des Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar vor der Zunahme populistischer Nationalismen in Deutschland und Europa.  KAB erinnert in Vorträgen und Gottesdiensten an Widerstandskämpfer Mit vielen Veranstaltungen zum Todestag von Nikolaus Groß wird auch in den Diözesanverbänden und KAB-Vereinen sich intensiv mit den Folgen von Nationalismus auseinandergesetzt. So wird am Mittwochabend im Essener Dom Weihbischof Ludger Schepers in einem Gottesdienst den KAB-Widerstand im Dritten reich würdigen. In Monheim/Langenfeld wird am 23. Januar der CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer den Todestag von Nikolaus Groß zum Anlass nehmen über die Unantastbarkeit der Würde zu sprechen. In Köln wird der langjährige DGB-Vorsitzende und Historiker Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen am 26. Januar zum Thema Gewerkschafter, Demokrat und Widerstand referieren.                 ]]> kab.de Aktuelles KAB Startseite Mon, 21 Jan 2019 16:24:34 +0100 KAB-Petition knackt die 100.000 https://www.kab.de/nc/presse/meldungen-uebersicht/detailansicht/article/kab-petition-knackt-die-100000/ Über 100.000 Unterschriften hat die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Rottenburg-Stuttgart für eine Petition zum fairen Handel mit Ostafrika gesammelt. Petition  wird EU-Kommissarin Malmström aufgefordert, das Wirtschaftspartnerabkommen mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft zu stoppen und den Dialog für faire Handelsbeziehungen zu öffnen.

Bereits seit 2002 verhandeln die Länder der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) mit der Europäischen Union über EPAs (Abkommen über wirtschaftliche Partnerschaft mit der EU), die ihnen den zollfreien Warenexport in alle EU-Mitgliedsstaaten ermöglichen. Eine solche Resonanz auf seine Idee hätte sich Peter Niedergesäss, Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Rottenburg-Stuttgart nicht träumen lassen. "Dass so viele Menschen unser Vorhaben für faire Handelsverträge mit Ost-Afrika unterstützen, das haut mich fast um. Es zeigt, dass die EU und ihre Handelskommissarin Malmström etwas tun müssen gegen die ungerechten Strukturen, die die EU geschaffen hat." Niedergesäss kennt die Situation der Bauern in Ostafrika durch die Partnerschaft der KAB in Uganda: "Durch unseren Konsum und den EU-Außenhandel werden Existenzen dort gefährdet und Menschen in die Flucht vor der wirtschaftlichen Ausweglosigkeit getrieben. Dagegen wollen wir uns wehren. Die EU muss in ihrer Handelspolitik umsteuern!"

Die KAB tritt dafür ein, dass zukünftige Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika verbindliche Vereinbarungen zu Handel und nachhaltiger Entwicklung enthalten, darunter auch bindende und einklagbare Regeln zur Einhaltung zumindest der ILO-Kernarbeitsnormen, der wichtigsten Umweltschutzkonventionen und des Pariser Klimaschutzabkommens. Sie können die Petition mit Ihrer Stimme unterstützen und so selbst ein Zeichen setzen für mehr globale Gerechtigkeit. Die Petition läuft noch bis Ende Februar, danach soll die Übergabe der Unterschriften erfolgen. Bis dahin hofft der KAB-Sekretär noch möglichst viele Unterstützer bekommen. Helfen Sie mit und teilen Sie die Petition an ihre Freunde und Freundinnen.]]>
kab.de Aktuelles KAB Startseite Wed, 16 Jan 2019 10:19:00 +0100