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11.02.2019

KAB: Echte Grundrente muss Altersarmut beseitigen

Die Pläne des Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zu einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung begrüßt die KAB Deutschlands. „Das Konzept ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betonte KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann.

Dazu gehöre die Finanzierung aus Steuermitteln sowie der Abschied von einer Bedürftigkeitsprüfung. Dennoch sieht die KAB Deutschlands in dem vorliegenden Konzept einer Grundrente, die niedrige Renten bis zu 960 Euro im Monat aufstockt, noch keinen nachhaltigen Ansatz gegen die Altersarmut in Deutschland. „Die Messlatte mit 35 Jahre Rentenzeiten schickt weiterhin zu viel ältere Menschen in die Altersarmut“, erklärt Luttmer-Bensmann. So werden jene, die nur 34 Jahre und elf Monate gearbeitet haben, für ihre Lebensleistung nicht honoriert. Beschäftigte mit Lücken in der Erwerbsbiografie, wie Erwerbsarbeitslose, Beschäftigte mit längeren Erwerbsunterbrechungen wegen Kindererziehung und Pflege, prekär Beschäftige oder Soloselbständige werden die Voraussetzung von 35 Jahren Grundrentenzeiten nicht erreichen und profitieren somit nicht von der Grundrente. Auch die Begrenzung nach unten mit 0,2 Entgeltpunkten schließt insbesondere geringfügig Beschäftigte aus, beklagt die KAB.

Nachhaltig armutsfest mit Sockelrente

Deshalb plädiert KAB für eine Erwerbstätigenversicherung, die alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezieht. „Um Lebensleistungen, sprich die Erwerbsarbeit und Pflege- und Erziehungsleistungen gerecht in der Rente anzuerkennen, brauchen wir ei-nen solidarischen Sockel, auf den die Ansprüche aus der Pflichtversicherung addiert wer-den“, so der KAB-Bundesvorsitzende. Gemeinsam mit anderen katholischen Verbänden setzt sich die KAB seit Jahrzehnten für das Drei-Stufen-Modell einer solidarischen Alterssicherung ein.

Altersarmut nimmt zu und wird sichtbar.Die KAB kritisiert, dass mit dem Grundrenten-Modell ein Großteil der betroffenen Rentner*innen nicht erfasst werden.

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