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11.05.2018

KAB und Arbeitsminister werben für menschenwürdige Arbeit

„Uns wird die Arbeit trotz der Digitalisierung nicht ausgehen!“, erklärte Nordrhein-Westfalens Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann während einer Veranstaltung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zum Thema „Arbeitswelt 4.0“ im Rahmen des 101. Katholikentages in Münster. Gemeinsam mit KAB-Bundesvorsitzenden Andreas Luttmer-Bensmann warb Arbeitsminister Laumann für die KAB-Kampagne „#Digitale_Arbeit_Menschen_würdig“.

Dennoch machte der NRW-Arbeitsminister deutlich, dass es in vielen Bereichen zu dramatischen Veränderungen durch die Digitalisierung der Wirtschaft kommen werde. Bei Verwaltungen, der Industrie und im Versicherungswesen werden digitalgesteuerte Arbeitsprozesse Tausende von Arbeitsplätzen vernichten. Für die etwa 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im NRW-Arbeitsministerium sieht er dagegen diese Entwicklung nicht. „Es ist abzusehen, dass immer neue Aufgaben auf uns zukommen werden“, so Laumann.

Zunahme prekärer Arbeit

Einher gehe die Entwicklung in der Wirtschaft 4.0 mit dem Ausstieg und dem Unterlaufen von  Tarifverträgen. „Wir sehen“, so KAB-Bundesvorsitzender Luttmer-Bensmann, „dass trotz der Einführung des Mindestlohns dieser flächendeckend unterlaufen werde.“ Gleichzeitig entstehen durch die Digitalisierung der Arbeit immer mehr prekäre Jobs im Bereich der Klick- und Crowdworker auf Internetplattformen, die weder feste Arbeitszeiten noch ein existenzsicherndes Einkommen, den sozialen Schutz von Arbeitnehmer- oder Mitbestimmungsrechten ermöglichen.

Laumann: Brauchen flexible Arbeitszeitregelungen

„Wir werden Abschied nehmen von geregelten Arbeitszeiten. Heim- und Internetarbeit, wo sich jeder seine Arbeitszeit individuell einrichten wird, um Familie und Beruf zu vereinbaren, werden zunehmen“, so Laumann, der flexiblere Arbeitszeitmodelle aussprach.

Gemeinsam betonten der KAB-Bundesvorsitzende und Arbeitsminister Laumann, dass dieser Prozess der Digitalisierung der Arbeitswelt nicht aufgehalten werden kann, aber es jetzt darauf ankomme, ihn so zu gestalten das Arbeit 4.0 und die zukünftige Gesellschaft 4.0 auch menschenwürdig gestaltet werde. Laumann unterstützt die Kampagne der KAB „#Digitale_Arbeit_Menschen_Würdig“, die im Vorfeld des Welttages für menschenwürdige Arbeit am 6. Oktober 2018 bundesweit KAB-Vereine und Initiativen auffordert, in Betrieben und auf Veranstaltungen sich sichtbar für menschenwürdige Arbeitsverhältnisse einzusetzen.

NRW-Arbeitsminister Karl Josef Laumann und KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann warben auf dem Katholikentag in Münster für die KAB-Kampagne "#digitale_arbeit_menschen_wuerdig".

Trotz Arbeit 4.0 wird uns die Erwerbsarbeit nicht ausgehen, kündigte Minister Laumann am KAB-Stand an. Foto: Rabbe/Erlenkötter

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