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07.12.2018

Maria Etl: "Menschenrechte müssen auch in der Wirtschaft gelten!"

"Ausbeutung und Versklavung von Arbeiterinnen und Arbeitern in Deutschland und weltweit sind der Beleg, dass die Menschenrechte in Wirtschaft und Arbeitswelt weiterhin nicht eingelöst werden!" Dies erklärte Maria Etl, Bundesvorsitzende der KAB Deutschlands aus Anlass des 70. Jahrestages der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte.

Etl betonte, dass es ein Skandal sei, dass in einem Land wie Deutschland, dass die Würde des Menschen an die erste Stelle seiner Verfassung gesetzt habe, immer noch Menschen aus Osteuropa, Syrien, Peru oder Pakistan der Mindestlohn vorenthalten werden. Viele erhielten weder den Mindestlohn, noch werden Sozialabgaben gezahlt oder ihnen ein Urlaub oder Erholung bei Krankheit gewährt. "Unbezahlte Überstunden sind an der Tagesordnung und werden oft nicht vergütet", so Etl. Dies belege auch der jüngste Jahresbericht der Gesellschaft für Menschenrechte. 

Kritik an Bundesregierung

Leiharbeitsverhältnisse und Werksverträge öffnen in vielen Branchen, wie der Fleischindustrie der unwürdigen Behandlung von Arbeitnehmern Tür und Tor. "Es ist ein Skandal, wenn eine Bundesregierung die Verletzungen der Menschenrechte in anderen Ländern anprangert, aber im eigenen Land zu wenig für die Kontrollen tut, um menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse auszuschließen", betonte die KAB-Vorsitzende. 

Die KAB Deutschlands setzt sich auf national und international mit ihren Partnerbewegungen für die Umsetzung und Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen ein. So beteiligten sich am Welttag für menschenwürdige Arbeit über tausend Frauen und Männer aus der KAB öffentlich an Aktionen, in denen die Menschenwürde und die Menschenrechte in der Arbeitswelt eingefordert wurden. "70 Jahre nach Verabschiedung der universellen Erklärung der Menschenrechte, am 10. Dezember 1948 gibt es noch keinen Grund zum Feiern. Vielmehr müssen wir heute mehr denn je, wo wirtschaftliche Interessen das Handeln der Gesellschaft bestimmen, wachsamer sein und gegen Ungerechtigkeiten aufstehen!", betont die KAB-Bundesvorsitzende.

 

 

70 Jahre Erklärung der Menschenrechte sind noch kein Grund zum Feiern. Besonders in der Arbeitswelt wird die Menschenwürde weiterhin mit Füßen getreten. Foto: fotolia

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