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04.11.2019

Menschenwürdige Arbeit im digitalen Zeitalter!

'Die Digitalisierung ist im vollen Gang, schreitet mit großer Geschwindigkeit voran und verändert unser Leben sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Sie ist ein Phänomen, das unsere ganze Gesellschaft betrifft und offensichtlich eine hohe Attraktivität besitzt, was ihre Entwicklung und Bedeutung befeuert'.

Diese einhellige, von den TeilnehmerInnen erarbeitete, Feststellung war Kernpunkt und Diskussionsgrundlage des Seminars „Digitale Arbeit: Zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und dem Bedürfnis nach gesetzlichen Bestimmungen und arbeitsrechtlichen Regelungen“.
Die Bewegung der christlichen Arbeitnehmer*innen Europas (EBCA) hatte Mitte Oktober nach Oostende, Belgien, eingeladen und Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen aus 11 europäischen Ländern waren der Einladung gefolgt, um ihre Erfahrungen und Perspektiven einzubringen.

"Wir verstehen unseren Auftrag darin, einen Beitrag zur Gestaltung des Digitalisierung-Prozesses zu leisten, indem wir ihn in seinen Grundsätzen verstehen, seine Auswirkungen aufgrund unseres Wertehorizontes reflektieren und überlegen, wie und was wir als Akteure gestaltend dazu beitragen können“, erklärt Andreas Luttmer-Bensmann, Bundesvorsitzender der KAB Deutschlands und Teilnehmer. „Uns ist es auch wichtig, einen selbstkritischen Blick auf die Verwendung der digitalen Medien zu werfen“. Viele Menschen hätten bisher kaum oder keinen Zugang zu den neuen Medien gefunden und seien aufgrund der umfassenden Bedeutung auch im öffentlichen und beruflichen Bereich in Gefahr, den gesellschaftlichen Anschluss zu verlieren. „Es ist auffällig, dass im Hinblick auf die Digitalisierung ein Riss durch die Gesellschaft geht“, so Luttmer-Bensmann.

Gestaltung der digitalen Arbeitswelt

Die Digitalisierung in ihrer Pluralität schreitet mit einer derartigen Geschwindigkeit voran, so dass die politischen Akteure bisher kaum in der Lage sind, den Prozess regulierend zu gestalten, was die Situation der „Abgehängten“ besonders verschärft, so die Aussage im Seminar. In diesem Zusammenhang sei ein gesellschaftlicher Diskurs über die Zukunftsgestaltung der digitalen Arbeitswelt erforderlich, den die EBCA mit ihren Fragen in Kirche und Gesellschaft anstoßen will. 

Dazu gehört:
• lebenslanges Lernen
• sichere Arbeitsplätze im Transformationsprozess
• Arbeitszeit und private Zeit mit verschwimmenden Grenzen
• die ökologische Frage – z.B. seltene Erden und Energie in einem globalen Kontext
• wirtschaftliches Wachstum als primären Maßstab für Entwicklung ablösen und durch Werte wie Solidarität, Gemeinwohl, etc. ersetzen
• Steuergerechtigkeit und Vermögensverteilung (Verhinderung der Steuerflucht, Steuerharmonisierung, Bewusstsein der positiven Dimension der Besteuerung, …)
• Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme (Grundeinkommen, …)
• freier Sonntag
• Wertschätzung der weiteren Arbeitsformen (Care-Arbeit, zivilgesellschaftliches Engagement, …)

Um diesen Diskurs zu fördern ist die EBCA im Dialog mit Vertretern der Kirche - COMECE, Caritas, Iustitia et Pax, lokale Bischofskonferenzen, CAJ, CIJOC, etc. -, der Zivilgesellschaft -Gewerkschaften, NGO’s, …-  und der Politik, auf allen Ebenen.

TeilnehmerInnen aus 11 Europäische Länder nahmen am Seminar teil

Sarah Pränger, internationale Präsidentin der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ)

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