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05.03.2019

Trotz Frauenwahlrecht immer noch keine Gleichstellung der Frauen

Zum Internationalen Frauentag am 8. März erinnert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung daran, dass trotz hundert Jahre Frauenwahlrecht Deutschland und Europa von einer wirklichen Gleichberechtigung der Frauen noch weit entfernt ist.

"Hundert Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ist das Parlament so männlich besetzt wie seit zwanzig Jahren nicht mehr", kritisiert KAB-Bundesvorsitzende Maria Etl. Lediglich ein Drittel der Abgeordneten im Deutschen Bundestag sind Frauen. "Angesichts rechtspopulistischer Tendenzen versuchen Parteien rückständige Frauenbilder und antiquierte Rollenmuster bei der Aufteilung der Familienarbeit zu etablieren", sagt Maria Etl. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dürfe nicht der Freiwilligkeit der Unternehmen und Arbeitgeber überlassen werden, sondern müsse stärker gesetzlich verankert werden, fordert der katholische Sozialverband.

Unterstützung der bundesweiten Aktion "Frauen*Streik"

Seit vielen Jahrzehnten kämpft die KAB Deutschlands für gleiche Bezahlung und für eine Aufwertung sogenannter Frauenberufe. "Es reicht nicht in Sonntagsreden die gesellschaftliche Notwendigkeit von Care-Berufen, die in der Regel von Frauen geleistet werden, hervorzuheben, und dennoch nichts gegen die schlechte Bezahlung zu unternehmen", erklärt die KAB-Bundesvorsitzende. Die KAB unterstützt daher die Aktion "Frauen*Streik" am 8. März um fünf Minuten vor Zwölf Uhr die Arbeit in aller Öffentlichkeit niederzulegen. Die Streik-Aktion mache deutlich, wo, was und für welchen Lohn Frauenarbeit geleistet wird.

 "Nach wie vor sind Frauen in besonderem Maße von Altersarmut betroffen, weil schlechte Entlohnung, Erziehungs-, Familien- und Pflegearbeit zu Lasten der Renten von Frauen geht", so Maria Etl. Die Mütterrente könne nur ein weiterer Schritt sein, die strukturelle Ungerechtigkeit gegenüber Frauen abzubauen. "Es muss endlich Schluss sein, mit sexueller Gewalt, Diskriminierung, Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen in Deutschland, Europa und weltweit", fordert die KAB. 

 

"Bevor eine Frau eine Frau ist, ist sie ein Mensch!"

Gegen Diskriminierung, Unterdrückung, sexuelle Gewalt und Ausbeutung von Frauen in der ganzen Welt wehrt sich auch die Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer (WBCA) in ihrer Erklärung zum Weltfrauentag, die in diesem Jahr von der ArbeitnehmerInnen-Bewegung Koreas verfasst wurde. 

Gleichstellung noch nicht erreicht: Immer noch verdienen Männer mehr und Frauen weniger. Foto: Rabbe

Aufruf zum Frauen*Streik um 5 vor 12 am 8. März.

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