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17.07.2017

EBCA: Forderungen für menschenwürdige Arbeit

Im Vorfeld des "Welttag für menschenwürdige Arbeit" am 7. Oktober haben Vertreter und Vertreterinnen der Europäischen Bewegungen Christlicher Arbeitnehmer (EBCA) im spanischen Avila einen Forderungskatalog für menschenwürdige Arbeit weltweit zusammengetragen.

Um menschwürdig zu leben und zu arbeiten fehlt es Millionen Menschen weltweit an Grundbesitz, Obdach und menschenwürdiger Arbeit, so die Teilnehmer des EBCA-Seminars "Würdige Arbeit und prekäre Beschäftigung". So ist ein "angemessener Lohn" wichtige Voraussetzung um soziale Teilhabe der Arbeiter*innen zu garantieren. Insbesondere die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau weltweit müsse aufgebrochen werden. Die Arbeitsbedingungen dürfen nicht gesundheitsgefährden sein. Immer noch werde aus Profitgier wichtige gesundheitliche Standards nicht umgesetzt. Menschen mit Handicap dürfen nicht ausgegrenzt werden, ihnen müsse es ermöglicht werden, ihre Fähigkeiten und Talente in ihre Arbeit einbringen zu können.
Die Seminarteilnehmer erinnerten in einer Abschlusserklärung noch einmal daran, dass die Eihaltung der ILO-Kernarbeitsnormen eine wichtige Voraussetzung sind, da mit dem vereinigungsrecht und dem Tarifrecht, Arbeiter die Möglichkeit haben, für bessere Löhne und eine soziale Sicherung im Alter zu kämpfen.
Nicht zuletzt ist eine menschenwürdige Arbeit eine Grundvoraussetzung für ein gutes Familienleben und soziale Kontakte. Dazu zähle auch die Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, damit zukünftige Generationen ein gutes Leben ermöglicht werden kann.

Menschenwürdige Arbeit braucht gesetzliche Rahmenbedingungen.

In Avila stellten die Delegierten der EBCA ihre Forderungen für menschenwürdige Arbeit vor. Fotos: Rabbe/Wienen