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18.03.2017

Josefstag: Menschenwürde für Arbeiter mit und ohne Arbeit

"Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die ihre Arbeitsstelle verlieren, dürfen nicht binnen eines Jahres in die Armutsfalle gestoßen werden!" Dies erklärte KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann aus Anlass des Joseftages am kommenden Sonntag.

Der Heilige Josef ist für viele Katholiken der Schutzpatron der Arbeiter*innen. Die KAB Deutschlands fordert daher zum Schutz von Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen die dringende Reform der Arbeitsmarktgesetze. "Die Hartz-Regelungen sind nicht in Stein gemeißelt, sondern müssen endlich sozial und gerecht gestaltet werden", fordert der Vorsitzender des katholischen Sozialverbandes. Das Arbeitslosengeld II dürfe nicht länger als Almosen und Stillhalteprämie fungieren, sondern muss zukünftig durch ein bedingungsloses und garantiertes Grundeinkommen die Würde aller Arbeitnehmer mit und ohne Arbeit anerkennen. "Die derzeitigen ALG-II-Sätze müssen endlich armutsfest gemacht werden", fordert die "KAB Deutschlands. Darüber hinaus unterstützt die KAB das Anliegen von Kanzlerkandidat Martin Schulz, die Leistungen des Arbeitslosengeldes zu verlängern.

Sinnbild für den Schutz der Arbeit
Gleichzeitig setzt sich die KAB Deutschlands dafür ein, dass die Lohnuntergrenze auf mindestens zehn Euro pro Stunde angehoben wird. "Fünfzehn Jahre nach der Vorstellung des Hartz-Konzeptes hat sich der Niedriglohnbereich dramatisch entwickelt. Es ist nicht hinnehmbar, dass immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwei Jobs machen müssen, um sich und ihre Familie zu ernähren", betont Andreas Luttmer-Bensmann.

Die KAB kritisiert die Bundesregierung, dass sie die Integration von Langzeitarbeitslosen nur zaghaft angehe. "Der langjährige Ausschluss von über einer Million Menschen aus dem Arbeitsmarkt ist angesichts der guten Konjunktur ein Skandal", so der KAB-Bundesvorsitzende.

Der Joseftag ist in vielen Ländern ein Feiertag. Der Mann der Gottesmutter Maria war als Zimmermann ein einfacher Handwerker. In Bayern wurde der Feiertag erst 1969 abgeschafft. Für katholische Arbeitnehmer ist der heilige Josef Sinnbild für den Schutz der Arbeit.

Die Bundesregierung muss die Hartz-Regelungen sozial und gerecht gestalten, fordert die KAB am Josefstag. Foto: Rabbe

Der Heilige Josef ist der Schutzpatron der Arbeiter. Foto: Archiv