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13.09.2017

Zum Tode des KAB-Mitgliedes Heiner Geißler

"Mit dem Tod von Dr. Heiner Geißler verliert die KAB im Bistum Mainz und die KAB Deutschlands einen angesehenen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Analytiker, einen lautstarken Kritiker des ungezügelten Kapitalismus", so Hans-Peter Greiner, Diözesanvorsitzender der KAB im Bistum Mainz.

Heiner Geißler war jahrzehntelang Mitglied der KAB im Bistum Mainz. Er begleitete die KAB Deutschlands immer wieder mit seinen scharfen Analysen und politischen Ratschlägen. So gab er bei einer Podiumsdiskussion der KAB in der Frankfurter Paulskirche im Jahre 1998 zum Thema "Sozialstaatliches Handeln in Europa" wichtige Impulse für die späteren europapolitischen Positionen des Verbandes.

Wirkung über den Tod hinaus
Im Rahmen der Vergabe des Ketteler-Preises 2008 stellte sich der CDU-Politiker gegen eine Wirtschaft, die alles vereinnahmt, nicht zuletzt den Menschen. Bei seiner Laudatio auf den Preisträger Heribert Prantl betonte er, dass das christliche Menschenbild nichts mit dem geforderten "homo oeconomicus" gemein habe. Er mahnte an, dass nicht das Soziale neu gedacht werden müsse, sondern das Neue, die gesellschaftlichen Umbrüche. "Für die KAB hat Geißler wichtige inhaltliche Anstöße gegeben für die Diskussion über eine globale, soziale Gerechtigkeit", erklärt Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann. Daher wirke er - trotz seines Todes - mit seinen globalisierungskritischen Analysen weiterhin in den Verband und in unsere Gesellschaft hinein.

Die KAB trauert um Heiner Geißler. Der streitbare CDU-Politiker war nicht nur KAB-Mitglied, sondern seine globalisierungskritischen Analysen haben die innerverbandlichen Positionen beeinflusst.

Hans-Peter Greiner, KAB-Diözesanvorsitzender im Bistum Mainz, sieht im Tod von Heiner Geißler einen großen Verlust für die KAB und die bundesdeutsche Gesellschaft. Fotos: Rabbe