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05.03.2014

Der Sonntag gehört nicht den Ländern

Die kirchlich-gewerkschaftliche Allianz für den freien Sonntag will, dass die Ausnahmen für Sonntagsarbeit bundeseinheitlich geregelt werden.

Die Teilnehmer der 5. Zeitkonferenz Ende Februar in Düsseldorf beklagten, dass im letzten Jahrzehnt die Arbeit an Sonn- und Feiertagen dramatisch zugenommen hat. Laut Mikrozensus ist seit den 1990er Jahren die Zahl der ArbeitnehmerInnen, die Sonntags arbeiten müssen um mehr als drei Millionen gestiegen. "In großem Maße mitverantwortlich sind Politiker, die einerseits das Bundesladenschlussgesetz 2006 in die Länderhoheit übergeben haben und andererseits eine Wirtschaft, die alle Bereiche des menschlichen Lebens ökonomisieren will", erklärte Konferenz-Veranstalter und KAB-Referent Hannes Kreller.

Graffiti für den Sonntag

Die Teilnehmer der bundesweiten Konferenz, die unter dem Motto "Freiheit für den Sonntag!" stand, wollen die staatliche Schutzgarantie für die Sonn- und Feiertage, die durch das Grundgesetz (Art. GG 140) für ganz Deutschland gilt, bundesweit verankern. Sie setzen sich dafür ein, dass der Bund durch nähere und klare Bestimmungen nur die Öffnungszeiten auf das erforderliche Maß beschränkt und eine Bundesbedarfsgewerbeverordnung den gesetzlichen Wirrwarr in den Ländern beendet und die Ausnahmen für Sonntagsbeschäftigung auf wenige notwendige Bereiche beschränkt. Nicht zuletzt sollen die Länder einheitliche Standards für Sonntagsöffnungen schaffen, um den Wildwuchs und den Wettbewerb zu Lasten des Sonntagsschutzes zu verhindern. 

Weitere Verpflichtungserkärungen unterschrieben

Kritik äußerten die Kirchen-, Gewerkschafts- und Verbandvertreter an den Politikern, die, wenn in der Opposition, erklären, den Sonntag zu schützen, aber in der Regierungsverantwortung dann ihr Wort brechen. Mit einer Verpflichtungserklärung will das Bündnis sich auch in den Europawahlkampf einmischen. In Düsseldorf verpflichteten sich die EU-Parlamentskandidaten Gabriele Preuß (SPD), Dennis Radtke (CDU) und Fabio De Masi (Linkspartei) mit ihrer Unterschrift für den Sonntagsschutz in Europa einzustehen.


Mit einer Spray- und Malaktion in der Düsseldorfer Innenstadt machten die über hundert Konferenzteilnehmer ihren Kampf für den arbeitsfreien Sonntag öffentlich.

Spray- und Malaktion in der Düsseldorfer Innenstadt

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

KAB-Vorsitzende Stieler-Hinz kämpft für den Sonntag

Die EU-Parlamentskandidaten Gabriele Preuß (SPD), Dennis Radtke (CDU) und Fabio De Masi (Linkspartei) mit ihrer Verpflichtungserklärung

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