Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie auf "Akzeptieren" klicken, stimmen Sie dem Einsatz von Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.

18.03.2021

Josefstag: Arbeitnehmer dürfen nicht die Last der Pandemie tragen

„Es ist ein Skandal, wenn Unternehmen die Corona-Pandemie zu massivem Stellenabbau und Entlassungen nutzen“, erklärt Bundespräses Stefan Eirich. Aus Anlass des morgigen traditionellen Josefstag, dem Patron der Arbeiter und Handwerker, erinnert die KAB an die Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute.

Es zeuge von "mangelnder sozialer Sensibilität, wenn insbesondere große Unternehmen die Lasten der Corona-Pandemie auf dem Rücken von Beschäftigten austragen", so Eirich. Es sei absolut unverantwortlich, durch Arbeitsplatzabbau das angespannte gesamtgesellschaftliche Klima noch zusätzlich zu belasten. Es brauche jetzt dringend ermutigende Signale. Daher begrüßt die KAB Deutschlands die Ausbildungsoffensive von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Ausbildungsunternehmen mit Zuschüssen zu helfen. 
Die KAB protestiert gegen die Streichung von zigtausend Arbeitsplätzen. Den Milliarden-Gewinnen in der Automobilindustrie (VW) und der Energiewirtschaft (RWE) stünden Massenentlassungen bei Siemens Energy (3000 ), bei der Commerzbank (10.000), beim VW (4000) und beim LKW-Hersteller MAN (3500) gegenüber. "Hier wird die Corona-Pandemie als Vorwand genutzt, um massiv Stellen abzubauen und Arbeitnehmer zu entlassen", erklärt Eirich. Firmen wie die Lufthansa würden trotz Milliarden Hilfen vom Steuerzahler über 22.000 Vollzeitstellen streichen.

Eirich: Wir können uns keine verlorene Jugend leisten
"Der Arbeiter Josef erinnert uns daran, dass besonders Arbeit und Einkommen Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und ein menschenwürdiges Leben sind", betont Bundespräses Eirich. Es besteht die Gefahr, dass eine ganze Generation von jungen Menschen in Schule, Studium und Ausbildung zurückfallen. "Auch in der Krise müsse sichergestellt werden, dass jungen Menschen das Recht auf Ausbildung gewährt wird. Wir können uns keine verlorene Jugend leisten", fordert der KAB-Bundespräses. Die KAB begrüßt, dass die Regierung 700 Millionen Euro für Ausbildungsbetriebe bereitstellen will.

Traditioneller Josefstag in vielen KAB-Vereinen
Die KAB feiert in vielen Vereinen den traditionellen Josefs-Tag am 19. März mit Gottesdiensten und Veranstaltungen. Zudem ist der Tag des Schutzpatrons der Arbeiter auch gleichzeitig Auftakt in der Fastenzeit für den Kreuzweg der Arbeit, der in diesem Jahr mit virtuellen Veranstaltungen begangen wird. Papst Franziskus hat das Jahr 2021 zum Jahr des Heiligen Josefs ausgerufen.

Vor genau 150 Jahren wurde Josef auch zum Schutzpatron der katholischen Kirche. Die Pandemie, so Franziskus habe verdeutlicht, welche Bedeutung gewöhnliche Menschen haben - all jene, die sich jenseits des Rampenlichts tagtäglich in Geduld üben und Hoffnung verleihen, indem sie Mitverantwortung säen. Genau so, wie der heilige Josef, "dieser unauffällige Mann, dieser Mensch der täglichen, diskreten und verborgenen Gegenwart", so Franziskus. 

Papst Franziskus hat das Jahr 2021 zum Jahr des Heiligen Josefs ausgerufen. Er ist der Patron der Arbeiter und Handwerker.

Bundespräses Stefan Eirich fordert Politik und Wirtschaft auf, die Lasten der Pandemie nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abzuwälzen.

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Deutschlands e. V.
Bernhard-Letterhaus-Str. 26
50670 Köln
Telefon: 0221/7722 - 0
Kontakt

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

KAB - Tritt ein!