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25.01.2021

KAB ruft in breiter Allianz für "Soforthilfe für die Armen" auf

„Familien, Alleinerziehende und Alleinstehende, die Hartz IV-Leistungen beziehen, dürfen nicht zu Verlierern der Pandemie werden“, erklärt KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann.

Gemeinsam mit Spitzenvertreter*innen von 35 bundesweiten Gewerkschaften und Verbänden fordert die KAB Deutschlands in dem Aufruf "Soforthilfe für die Armen - Jetzt!" die zügige Anhebung der Hart IV-Regelsätze und der Altersgrundsicherung auf mindestens 600 Euro sowie sofortige zusätzliche Corona-Hilfen für arme Menschen.

"Die Situation derjenigen, die in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und abgehängt sind, ist ein Skandal. In der Corona-Pandemie sind diejenigen völlig vergessen worden, die von Hartz-IV-Leistungen oder der Grundsicherung leben müssen", kritisiert die KAB. Der Bedarf durch wegfallendes Schulessen, geschlossene Tafeln, steigende Lebenshaltungskosten sowie zusätzliche Kosten für Schutzmasken und Desinfektionsmittel wurden bereits im ersten Lockdown 2020 nicht durch zusätzliche Hilfen aufgefangen. "Unterrichtsmaterialien wie Laptops für Homeschooling wurde versprochen, doch viele warten bis heute vergeblich und werden so in ihren Bildungschancen extrem benachteiligt", beklagt Luttmer-Bensmann.

Heils Vorschlag ist ein überfälliges Signal

Die Unterzeichner fordern in ihrem Aufruf  für alle Schüler in Familien mit niedrigem Einkommen Hard- und Software sowie weitere Lernmittel, die für die Nutzung der digitalen Bildungsangebote notwendig sind. Darüber hinaus sollen Bezieher*innen von Hartz IV und Grundsicherung für Alte und Erwerbsgeminderte eine Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro erhalten. Nicht zuletzt muss ein erhöhter Mieterschutz für diese Einkommensgruppen erreicht werden, wenn sie die Miete nicht mehr zahlen können.

Die jüngste Ankündigung von Arbeitsminister Heil, einen Zuschuss für coronabedingte Zusatz-Belastungen auf den Weg zu bringen, sei ein überfälliges Signal, doch die  Anhebung der Hartz-IV-Leistungen ab Januar 2020 um 14 Euro auf 446 Euro reiche nicht aus. "Gegenüber den Hilfen für die Wirtschaft  grenzt dies an Zynismus. Echte Hilfe tut jetzt Not", so Luttmer-Bensmann. 

 

Hier zum Aufruf "Soforthilfe für die Armen - Jetzt!"

Die jetzigen Hartz-IV-Regelsätze reichen nicht aus, um die zusätzlichen Belastungen der Corona-Pandemie für die Ärmsten zu bewältigen. Foto: Rabbe

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