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Forderungen der KAB Deutschlands zum Weltklimagipfel

Beim Weltklimagipfel in Paris geht es ums Ganze. 195 Staaten dieser Welt müssen beweisen, dass sie es ernst meinen mit der Bewahrung der Schöpfung. Kann es gelingen die Lebensgrundlage der gesamten Menschheit für uns und künftige Generationen zu erhalten oder opfern wir diese Zukunft der bisherigen Wachstumsideologie? Papst Franziskus sieht die Welt an der Schwelle zum Selbstmord. Die Welt muss jetzt gemeinsam handeln …

Wir stellen fest: 

Die drohende Klimakatastrophe ist hausgemacht. Die Nutzung fossiler Brennstoffe ist für den Anstieg der Treibhausgase verantwortlich. Die bisherige Wachstumsideologie und der ungezügelte Fortschrittsglaube stoßen an die ökologischen und sozialen Grenzen. Wir wirtschaften als hätten wir eine „zweite Welt“ zur Verfügung.

Wir leben bis heute in einer Welt, die sich weiter spaltet. Leidtragende sind weltweit die Armen, denen ihre Rechte vorenthalten werden. Armut ist Folge ungerechter Strukturen, insbesondere eines marktradikalen Wirtschaftsmodells, das unfähig ist, eine gerechte und solidarische Verteilung der Güter unserer Erde für alle und kommende Generationen sicher zu stellen. Der Klimawandel verschärft diese Ungleichheiten. Er verursacht tiefe Einschnitte, die uns schon heute Tag täglich vor Augen stehen. All dies zeigt: Wir können nicht weiter Wirtschaften wie bisher. Vor allem in den reichen Nationen müssen wir unseren Lebensstil und unsere Lebensformen ändern.

„Fair teilen statt sozial spalten“ ist der Weg, um eine lebenswerte Zukunft für alle Realität werden zu lassen. Der Einsatz für strukturelle Maßnahmen und die einschneidende Veränderung unserer Lebensweise sind dabei für die KAB zwei Seiten einer Medaille. Nachhaltig zu leben und zu arbeiten, ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts.

Wir fordern:

Ein wirksames Handeln für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit setzt voraus, dass wir Politik und Demokratie erneuern und dem Markt Grenzen setzen und diesen demokratisch steuern.

Wir setzen uns für eine neue Form des Wirtschaftens und damit für eine nachhaltige Entwicklung ein. Notwendig sind eine deutliche Senkung des Ressourcenverbrauchs (Effizienz), das Maßhalten bei der Inanspruchnahme der Schöpfung (Suffizienz) und eine nachhaltige Wirtschaft (Konsistenz). Dies kann u.a. erreicht werden durch eine Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe.

Weltweit ist eine integrierte Strategie zur Armutsbekämpfung gefragt. Entwicklungs- und Klimapolitik müssen dabei Hand in Hand gehen; globale Kooperation und wirksame internationale Institutionen und Strukturen sind auszubauen. Reichtum muss zur Beseitigung der Armut dienen. Die Sozialpflichtigkeit des Eigentums und des Reichtums finden ihren Ausdruck, indem wir den fairen Handel fördern und gerechte Welthandelsstrukturen schaffen.

Der Klimawandel muss durch eine globale Klimaschutzpolitik wirksam eingedämmt werden.
Diese ist zwingend, um die Zielmarke der mittleren Erwärmung der Erde auf maximal 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu erreichen. 

Zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels ist ein gerechter Emissionshandel einzuführen. Technologische Innovationen sind für eine Verbesserung der Ressourceneffizienz zu nutzen. Produkte für Verbraucherinnen und Verbraucher sind entsprechend zu kennzeichnen. Eine dezentrale, vernetzte Solarwirtschaft weist den Weg in eine nachhaltige Zukunft. 

Ein nachhaltiger und ressourcenschonender Lebensstil zeigt unsere Verantwortung für kommende Generationen. Damit leisten wir einen Beitrag hin zu einem Zivilisationswechsel, dem ein neues qualitatives Wachstumsverständnis zugrunde liegt.

Der Beschluss

"Fair teilen statt sozial spalten – Nachhaltig leben und arbeiten"
Der Beschluss von Würzburg

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