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Tag der Menschenwürdigen Arbeit

Menschenwürde und Mindestlohn in Neunkirchen

Am Welttag der menschenwürdigen Arbeit am 7. Oktober sammelte die KAB Trier Unterschriften für die Mindestlohn-Petition "Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn!" und erinnerte zusätzlich in einem gemeinsamen Gottesdienst mit Mitarbeiter*innen der Galeria Karstadt/Kaufhof an die Folgen der kommenden Filial-Schließung.

"Conti muss bleiben!"

„Continental muss bleiben“ – Mit der Beteiligung an einer Mahnwache gegen die Schließung des Werkes stellt sich die KAB Aachen an die Seite der Beschäftigten. Das multinationale Unternehmen hat angekündigt, den Standort in Aachen zu schließen.
Betroffen sind 1.800 Beschäftigte. Betriebsrat, Politik, Öffentlichkeit und vor allem die Beschäftigten waren von der Ansage völlig überrascht.

Die KAB mit vielen Aktivitäten für menschenwürdige Arbeit

Mit ihrer Petition „Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn“ setzt sie sich für einen Mindestlohn von 13,69 Euro ein, sozial-gerecht und armutsfest. In der Unterstützung der Petition zum Lieferkettengesetz mit über 200.000 Unterschriften prangert sie die weltweite Ausnutzung von Kinderarbeit an „Wir brauchen dringend ein Lieferkettengesetz, denn in vielen unserer Verbrauchsgüter steckt Kinderarbeit. Insbesondere in den Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens schuften zahllose Kinder für unseren Kaffeegenuss, für die Edelmetalle in unseren Handys, für Textilien und vieles mehr. Die meisten dieser Kinder haben so gut wie keine Rechte und sind von vornherein jeglicher Entwicklungschance beraubt!“ Dies erklärte KAB-Bundespräses Stefan-B. Eirich aus Anlass des Weltkindertags am 20. September.

In Neunkichen/Saarland steht die KAB auf Seiten der Beschäftigten, die  durch die Schließung der Galeria-Kaufhof Filiale in ihrer Existenz bedroht sind.
Ebenso in Aachen -Schließung von Continental (s. Video oben) - und Schweinfurt – massiver Stellenabbau bei Schaeffler -  werden im Schatten der Corona-Krise im großen Stil Arbeitsplätze abgebaut. „Höhere Renditeerwartungen rechtfertigen keinesfalls, Arbeiterinnen und Arbeiter und ihren Familien ihre Existenzgrundlage zu entziehen. Wir sind der festen Überzeugung, dass der Mensch und sein Arbeitsplatz stets Vorrang vor dem Kapital haben muss – die Sorge um die Menschen steht im Mittelpunkt“, so Renate Müller aus dem Diözesanverband Aachen.

"Menschenwürdige Arbeit verringert weltweit Armut!"

Gemeinsam mit den Partnerbewegungen in der „Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer/-innen (WBCA)“ fordert die KAB Deutschlands am 7. Oktober ein weltweites Recht auf menschenwürdige Arbeit. Ziel muss es sein überall, bei uns und weltweit, menschenwürdige Arbeit durchzusetzen. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können trotz eines Jobs kein menschenwürdiges Leben führen. Unbezahlte Überstunden, Löhne, von denen man nicht leben kann, ausbeuterische Kinderarbeit, Gesundheitsschäden und ein fehlendes Recht auf gewerkschaftliche Organisierung gehören für viele Menschen zum Alltag. Über die Hälfte der Erwerbstätigen arbeitet im globalen Süden im informellen Sektor, ohne Arbeits-und Sozialschutz.

Die Vereinten Nationen haben 2011 die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte im UN-Menschenrechtsrat einstimmig verabschiedet. Danach kommt Staaten im Rahmen nationaler Aktionspläne die Pflicht zum Schutz der Menschenrechte im Bereich der Wirtschaft zu. Unternehmen müssen eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht praktizieren. Sie haben Menschenrechte zu respektieren und von Menschenrechtsverletzungen Betroffene müssen Zugang zu Rechtsmitteln erhalten. Transparenz-und Rechenschaftspflichten müssen gesetzlich geregelt werden. Ziel ist es, von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Produkt menschenrechtliche, soziale und ökologische Standards für die Produktions-und Arbeitsbedingungen umfassend zu verankern.

Das Aktionspaket zum 7. Oktober wird weiterhin in den KAB-Vereinen genutzt, um an diesem Tag auf menschenunwürdige Arbeitsbedingungen hinzuweisen.

Der Welttag der menschenwürdigen Arbeit wurde vom Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) als Internationaler Tag für "Gute Arbeit" ins Leben gerufen, da weltweit mehrere Milliarden Arbeiterinnen und Arbeiter unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und Arbeitslosigkeit leiden. Unter würdiger, guter Arbeit versteht der das umfassende Verbot von Kinderarbeit, die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsplatz, Schutz der Umwelt soziale Sicherung, einen gerechten existenzsichernden Lohn sowie die Koalitionsfreiheit.

Wir werden in den nächsten Tagen auf diesen Seiten über die Aktivitäten der KAB zum Tag der menschenwürdigen Arbeit berichten.

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