Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie auf "Akzeptieren" klicken, stimmen Sie dem Einsatz von Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.

Weltbewegung WBCA

BOTSCHAFT DER WBCA 7. OKTOBER - WELTTAG FÜR MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT

Beschäftigung geht heutzutage leider zunehmend einher mit dem Abbau von Arbeitnehmerrechten, Verfall von Demokratie, Verletzung der Menschenrechte, Verweigerung der sozialen Gerechtigkeit, Ablehnung des Pluralismus, Auslöschung des Laizität, Förderung von politischem Hass und Stärkung des Fundamentalismus.

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) hat sich vor kurzem das strategische Ziel gesetzt, die Reichweite und Wirksamkeit des "Sozialschutzes für alle" zu verbessern, wobei der Schwerpunkt auf der Einkommenssicherheit liegt, mit besonderem Augenmerk auf den Armen. Dazu müssen kosteneffiziente und gerechte Wege gefunden werden, wie der Sozialschutz auf alle Gruppen ausgedehnt werden kann. Es ist notwendig, sich darauf zu konzentrieren, dem gesamten informellen Sektor sozialen Schutz zu bieten. Die Perspektive der "menschenwürdigen Arbeit" fasst die Bestrebungen der Menschen in ihrem Arbeitsleben zusammen. Sie bietet die Möglichkeit zu produktiver Arbeit durch ein angemessenes Einkommen. Sie erfordert Sicherheit am Arbeitsplatz und sozialen Schutz für Familien durch bessere Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung und sozialen Integration. Sie erfordert die Freiheit der Menschen, ihre Anliegen zu äußern, sich zu organisieren und an Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, mitzuwirken, sowie Chancengleichheit und Gleichbehandlung für alle Frauen und Männer. Im November 2018 hatte die IAO festgestellt, dass 31 % der indischen ArbeitnehmerInnen unter ungesunden Bedingungen arbeiten und etwa 41 % schlecht bezahlt werden, womit Indien auf Platz 19 von 22 Ländern im asiatisch-pazifischen Raum liegt.

Nachhaltiges Wachstum erfordert gute Gesundheit, Ernährung und Bildung. Dies kann den Prozess des Übergangs von Tätigkeiten mit geringer Produktivität und Subsistenzwirtschaft zu hochproduktiven menschenwürdigen Arbeitsplätzen und von der informellen zur formellen Wirtschaft positiv unterstützen. Eine angemessene soziale Sicherheit fördert Investitionen in Humankapital sowohl für Arbeitgeber als auch für Beschäftigte. So ermöglicht sie es letzteren, sich an den Wandel anzupassen, und fördert einen gerechten und integrativen Strukturwandel. Als wirksamer automatischer Stabilisator in Krisenzeiten trägt die soziale Sicherheit dazu bei, die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Konjunkturabschwüngen abzumildern, die Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Erholung zu einem allgemeinen Wachstum zu beschleunigen. Aus den Erfahrungen einiger Entwicklungs- und Industrieländer mit der Ausweitung des Geltungsbereichs der beitragsabhängigen Sozialversicherungssysteme auf Arbeitnehmer in der informellen Wirtschaft kann man viel lernen.

Die Weltbank hat davor gewarnt, dass COVID-19 eine neue Generation von Armut und Schuldenproblemen hervorbringt, und der IWF hat erklärt, dass die Entwicklungsländer Gefahr laufen, um ein Jahrzehnt zurückzufallen. Das Virus hat die Einkommens- und Vermögensunterschiede über Klassen-, Rassen- und Geschlechtergrenzen hinweg vergrößert. Vor allem Frauen sind betroffen, weil sie einen Großteil der zusätzlichen Belastung durch die Kinderbetreuung übernehmen mussten, wenn Schulen geschlossen wurden. In einigen Ländern ist die Erwerbsbeteiligung der Frauen auf den niedrigsten Stand seit Mitte der 1980er Jahre gesunken.

Damit sich eine umfassende Sozialschutzgesetzgebung entwickeln kann, muss ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewährleistet werden, und zwar unabhängig vom Lohn, der Unternehmensgröße und dem Herkunftsort. Sie muss in erster Linie auf den Grundsätzen der partizipativen Demokratie, der Eingliederung, der Würde, der Gerechtigkeit, der Gleichheit, der Rechenschaftspflicht und der Transparenz beruhen.

Faktoren wie Sozialausgaben, Steuerprogression und Arbeitsrechte sollten Schlüsselindikatoren sein, um das Engagement der Regierung für die Förderung von Gerechtigkeit und den Abbau von Ungleichheit zu messen. Denn den Regierungen kommt eine grundlegende Rolle bei der Schaffung eines entsprechenden Umfelds zu. Darüber hinaus ist es die Aufgabe von Arbeitnehmerorganisationen und Gewerkschaften für allgemeine soziale Gerechtigkeit und einen humanistischen Ansatz in der politischen Ökonomie kämpfen.

https://mmtc-infor.com/de/

WBCA und EBCA

Die KAB Deutschlands ist gemeinsam mit christlichen Arbeitnehmerorganisationen aus über 50 Ländern in vier Kontinenten in der „Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer (WBCA)“ zusammengeschlossen. Portugiesische und spanische KAB-Gruppen in Deutschland organisieren ausländische Arbeitnehmer in der KAB. Für italienische Arbeitnehmer gibt es in der KAB die ACLI als Verband mit besonderen Angeboten, Dienstleistungen, Beratung und einem eigenen Berufsbildungswerk. Das Weltnotwerk e.V. ist das internationale Hilfswerk der KAB. Die KAB unterstützt zahlreiche Projekte von Arbeitnehmerorganisationen und KAB-Bewegungen in der sogenannten Dritten Welt.

Weiterhin ist die KAB Deutschlands Mitglied der „Europäischen Bewegung Christlicher ArbeitnehmerInnen (EBCA)“, ein Netzwerk von 15 Arbeitnehmerbewegungen in 12 europäischen Staaten. Die EBCA ist gleichzeitig die europäische Koordination der WBCA, die 1966 in Rom gegründet wurde.

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Deutschlands e. V.
Bernhard-Letterhaus-Str. 26
50670 Köln
Telefon: 0221/7722 - 0
Kontakt

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

KAB - Tritt ein!