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KAB pocht auf weltweites Vorsorgeprinzip im Arbeitsbereich

Köln, 13. September 2016. "Es reicht nicht, wie jetzt im Falle KiK, Verantwortung  für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu übernehmen, wenn sie auf Grund ihrer Arbeitsbedingungen zu Tode kommen", erklärt KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann. Die KAB Deutschlands fordert daher ein weltweites Vorsorgeprinzip in der Arbeitswelt und unterstützt dazu die Online-Petition "Menschenrechte vor Profit!"

Luttmer-Bensmann begrüßt zwar, dass das Textildiscounter KiK als Hauptauftraggeber der 2012 ausgebrannten Ali Enterprises Factory im pakistanischen Karatschi Entschädigungen in Höhe von 5,15 Millionen US-Dollar anbietet und sich so seiner Verantwortung als Auftraggeber stellen will "Wichtiger, obwohl die Entschädigungen natürlich für die Opfer nur zu gerecht sind,  ist der Aufbau und die Kontrolle der Arbeitsbedingungen in den Zulieferunternehmen". Der KAB-Bundesvorsitzende mahnt an, bereits bei der Einfuhr von Waren auf Nachhaltigkeits- und Sozial-Siegel zu achten. International wirtschaftende  Unternehmen sollen sich dem Sozial- und Produktionskodex unabhängiger Organisationen stellen. 

"Politik und Wirtschaftsunternehmen  müssen Verantwortung dafür übernehmen, die Arbeitsbedingungen in der Zulieferindustrie Asiens, Afrikas und Lateinamerikas zu verbessern und unabhängig kontrollieren zu lassen", fordert Luttmer-Bensmann. Der KAB-Vorsitzende bezeichnet es als ein Skandal, dass es immer noch geschehen kann, dass ArbeitnehmerInnen  in Bangladesh, die beim Weltkonzern Nestle beschäftigt sind unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen produzieren und wie jetzt geschehen, bei einem Brand zu Tode kommen. 


Petition soll Druck auf Politik erhöhen

In der  Online-Petition "Menschenrechte vor Profit!" wird gefordert, dass deutsche Unternehmen sich bei Auslandsgeschäften für die weltweite Umsetzung und Einhaltung der Arbeits-, Sozial- und Menschenrechte einsetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel werden darauf hingewiesen , dass der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte deutsche Unternehmen verpflichten soll, mögliche negative Folgen ihrer Auslandgeschäfte für die Menschenrechte zu untersuchen, ihnen aktiv entgegenzuwirken und transparent darüber zu berichten. Opfern soll die Möglichkeit gegeben werden, im Land des Produzenten  eine Entschädigung einzuklagen, so z. B. wenn deutsche Unternehmen Menschenrechte im Ausland missachten.  Die Vergabe öffentlicher Aufträge und von Außenwirtschafsförderung ist  nur zulässig, wenn Unternehmen ihre menschenrechtliche Verantwortung anerkennen.

Online-Petition - Menschenrechte vor Profit

Smartphone, Kleidung, Schokolade: Hinter unseren ganz alltäglichen Dingen verbergen sich Geschichten von Hunger, Armut und Menschenrechtsverletzungen.

Die KAB setzt sich dafür ein, dass Unternehmen in Deutschland gesetzlich zur Achtung der Menschenrechte auch in ihren Auslandsgeschäften verpflichtet werden. Eine Chance hierfür wäre der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte, den die Bundesregierung im Juni vorlegen möchte. Bereits jetzt gibt es aber Signale, dass dieser nur Empfehlungen und Beratungsangebote anstelle gesetzlicher Regelungen vorsieht.

Fordern sie mit uns, dass "Menschenrechte vor Profit" gehen und beteiligen Sie sich an der Petition an die Bundesregierung.

Unterzeichnen Sie hier!

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