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Starkes Zeichen für einen gerechten Welthandel

Hamburg/Köln, 3. Juli 2017. 25.000 Menschen haben sich am Wochenende in Hamburg an die G20 Protestwelle beteiligt und für eine andere Politik, für einen gerechten und solidarischen Welthandel geworben. Auch die KAB war als Bündnispartner vor Ort. Teil des Protestes war eine Bootsdemo mit rund 150 Booten, Flößen und Kanus auf der Binnenalster. "Wir haben deutlich gezeigt, dass sehr viele Menschen nicht mehr damit einverstanden sind, wie eine kleine Machtelite den globalen Welthandel beherrscht und  ihre Interessen über das Gemeinwohl der Menschen stellt", freut sich Wilfried Wienen, Leiter des Europabüros der KAB Deutschlands.

Ansgar Moenikes (KAB-Diözesanverband Paderborn, vorn) und Ralf Bergendahl (KAB Aachen) auf der Bootsdemo. Sie erinnern daran, dass Papst Franziskus nicht nur Christen, sondern alle Menschen guten Willens aufgerufen hat, das gemeinsame Haus sozial gerechter zu gestalten und die ökologischen Folgen dieser Plünderungsökonomie nicht auf den Schultern der Armen und Ausgegrenzten abzuladen.

Die Hansestadt wird in einer Woche Gastgeber der 20 Staats- und Regierungschefs (G20) sein. Zum Auftakt der Kundgebung in Hamburg kritisierte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Naturfreunde Michael Müller unser Wirtschaftssystem, das im Kern eine "gewaltige Externalisierungsmaschine" ist, d.h. Mensch und Natur würden ausgebeutet und damit die soziale Ungleichheiten verschärft und die Spaltung der einen Welt vorangetrieben. "Die negativen Folgen schiebt die Marktgesellschaft auf andere ab, auf die sozial Schwächsten, auf die Dritte Welt, auf die natürliche Mitwelt. Nicht nur nach außen, auch nach innen. Auch in unserer Gesellschaft nimmt Ungerechtigkeit zu."

Wilfried Wienen prangerte dezidiert die Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA an. "Mit beiden Abkommen soll ein Wirtschaftswachstum auf Kosten der Umwelt, des Klimas, der Arbeitnehmer und Millionen von Menschen in der Dritten Welt, denen die Lebensgrundlage genommen wird, geschaffen werden". Die KAB hat mit dem Beschluss vom Verbandstag in Krefeld ihre Idee für eine andere Wirtschaftspolitik entwickelt und manifestiert. Im Focus des Leitantrags "Arbeit. Macht. Sinn." steht die globale Solidarität, menschenwürdige Arbeit, qualitativer Wohlstand und soziale Gerechtigkeit.

Die KAB Deutschlands appelliert an Bundeskanzlerin Merkel auf dem G20-Gipfel am kommenden Wochenende endlich die Wende zu einer anderen Wirtschaftspolitik einzuleiten; weg von der neoliberalen Zerstörungsökonomie hin zu einer nachhaltigen Gemeinwohlpolitik. 

Ansprechpartner

Wilfried Wienen

E-Mail: wilfried.wienen@kab.de
Tel.: 0221-7722213

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