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Impressionen vom Welttreffen der Christlichen Arbeitnehmer-Bewegungen in Avila

 

Papst Franziskus: Evangelium in die Welt der Arbeit einbringen

"Arbeit, Grund und Boden sowie Heimat sind die wirklichen Voraussetzungen für ein Leben in Würde für jeden einzelnen Menschen". Dies erklärte Papst Franziskus in seiner Botschaft an die 120 Delegierten beim internationalen Treffen der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer im spanischen Avila.
Schließlich fordert der Papst die christlichen Arbeiterbewegung auf, "mit neuen Impulsen und neuer Kraft die Bemühung, das Evangelium in die Welt der Arbeit zu bringen, zu fortzuführen."
In der Botschaft des Vatikans an die Arbeitervertreter, die unterzeichnet wurde von Kardinal Staatssekretär Pietro Parolin, wird an die grundlegende Erfahrung des Menschen erinnert, der in "der Welt verwurzelt ist und in einer Familie und einer Gesellschaft verankert ist. Das internationale Treffen der WBCA in Avila steht unter dem Motto "Land, Haus und Arbeit für ein wertvolles Leben!".
"Land, Heimat und Arbeit", so Papst Franziskus, " setzt die Botschaft des Evangeliums fort  und bedeutet, zu kämpfen, weil jeder Mensch in einer Weise leben soll, die mit seiner Würde übereinstimmt. Niemand dürfe ausgegrenzt werden." Dazu ermutige der Glaube an Gott.
Die 120 Delegierte der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer, die fast in achtzig Ländern rund um den Erdball aktiv sich für menschenwürdige Arbeit einsetzt, feiert in Avila gleichzeitig ihr 50-jähriges Bestehen.

Foto: KAB-Diözesansekretär Ulf Bergemann übergibt Papst Franziskus die Broschüre "Decent works" der WBCA in Rom.

WBCA Generalversammlung - Freude auf Begegnungen und Diskussionen

KABonline: Was bedeutet Dir die WBCA?

Ulla Heinemann:
Ich finde es beeindruckend, dass sich ein Verband, der sich für würdige Arbeit und Gerechtigkeit engagiert, weltweit vernetzt und damit  ein Netz der Beziehungen schafft, in dem sich Menschen über alle Meere und Grenzen hinweg, unterstützen.

KABonline: Welche Erfahrungen bringst Du mit ein, als deutsches KAB-Mitglied, Weltnotwerk-Vorstandsmitglied und als Engagierte, die viele Kontakte nach Uganda hat und die Anliegen der Menschen dort kennt?

UH: Immer wieder bin ich beeindruckt, mit welchen Mitteln und welchen Ideen es unseren Partnern in Uganda gelingt, den Menschen Mut zu machen, miteinander kleine Schritte zu gehen, um allmählich ihr Leben zu verändern und zu verbessern. Aus meiner Arbeit im Weltnotwerk nehme ich die Erfahrung mit, dass wir hier in Deutschland lernen müssen, Verantwortung abzugeben und das Gegenüber in aller Welt als wirklichen Partner ernst zu nehmen und mit ihm auf Augenhöhe zu verhandeln. Gleichzeitig stellen die Partner unsere Denkstrukturen und Handlungsstrategien un Frage. Das ist meistens unangenehm und fordert uns immer wieder heraus.

KABonline: Welche Erwartungen hast Du persönlich?

UH: Aufgrund unserer verschiedenen Lebenskulturen bin ich sehr gespannt auf die Begegnungen und Diskussionen. Ich selber hoffe, viel Neues aus dem Leben der Menschen aus den verschiedenen Ländern und Kontinenten zu erfahren und ein wenig mehr von ihrem Anderssein zu verstehen. Ich freue mich auch auf gemeinsam gelebte Spiritualität.

KABonline: Was nimmst Du als Vertreterin der KAB Deutschlands mit?

UH: Die KAB in Deutschland und Europa nimmt ihr sozialethisch politisches Mandat sehr ernst und engagiert sich für würdige Arbeit und Menschenrechte. Ich möchte diesen Impuls an die Vertreter der anderen Länder weiter geben. 

Unsere Partnerschaften stärken!

Köln/Fulda, 28.2.2017. In Avila (Spanien) findet Vom 15. – 21. Juli 2017 die Weltversammlung der WBCA statt. Die KAB Deutschlands und das Weltnotwerk tragen gemeinsam dafür Sorge, dass die Delegierten der KAB-Partnerbewegungen dort teilnehmen können. 


"Als Teil der internationalen Bewegung der christlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer setzen wir uns für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung ein", so der KAB Bundesvorsitzende Andreas Luttmer-Bensmann. "Wir wollen eine internationale Wirtschaftsordnung, die die Rechte der Armen und Ausgeschlossenen und die Bekämpfung der Armut in den Mittelpunkt stellt. Um dies zu erreichen, sind Kooperation sowie demokratische europäische und internationale Institutionen und Strukturen notwendig. Ein wichtiger Baustein in diesem Kampf ist die alle 4 Jahre stattfindende Weltversammlung unserer 45 Partner - Bewegungen".

Die Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer wurde 1966 in Rom gegründet. Das weltweite Netzwerk verbindet heute 46 christliche Arbeitnehmer- Bewegungen auf vier Kontinenten, darunter die KAB Deutschlands. Als Nicht - Regierungsorganisation fungiert die WBCA als Beraterin z.B. für die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

"Wir wollen die Flugkosten für die Bewegungen aus Sri Lanka, Madagaskar, Tansania, Kenia, Uganda, Ruanda, Kamerun, Kap Verde, Brasilien, Peru, Guatemala und Nicaragua übernehmen. Außerdem werden einige Delegierte vor oder nach der Weltversammlung ihre Partner in Deutschland besuchen", erklärt Michael Schmitt, Vorsitzender des Weltnotwerkes der KAB Deutschlands.

"Ich bitte Sie hiermit, ein Zeichen der Solidarität zu setzen, denn als Bewegung für soziale Gerechtigkeit sind wir in unserem Denken und Handeln der Vision einer besseren Welt für alle verpflichtet".

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Wir bitten alle KAB-Ortvereine, KAB-Gruppen und alle Interessierte an unserer internationalen Arbeit um ihre finanzielle Unterstützung. 

Machen Sie bei Ihren Jahresversammlungen vor Ort und im Bezirk darauf aufmerksam und spenden Sie für unser Vorhaben.

Unser Spendenkonto:
Weltnotwerk e.V. der KAB
Stichwort WBCA Avila 2017
IBAN: DE80 3706 0193 0016 1510 25
BIC: GENODED1PAX

Der Spendenflyer zu weiteren Informationen

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@mmtcinfo