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Gemeinwohlökonomie: Eine andere Wirtschaft ist möglich?

Köln/Berlin, 25. August 2016. Für einen fairen Welthandel und für einen Stopp der Verhandlungen der Freihandelsabkommen werden am 17. September in sieben bundesdeutschen Großstädten über 100.000 Menschen auf die Straße gehen. Gemeinsam mit über 30 Initiativen, Gewerkschaften und Verbänden ruft die KAB Deutschlands zur Teilnahme an den sieben Großdemonstrationen in München, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Leipzig auf.

"Gute Wirtschaft muss auch auf den ethisch-moralischen und demokratischen Werten sowie einem fairen, sozial-gerechten Miteinander basieren, wie es uns unsere Verfassung vorschreibt", betont Andreas Luttmer-Bensmann. Eine andere Wirtschaft sei angesichts der wachsenden Ungleichheit und der Ausbeutung von Mensch und Natur nicht nur nötig, sondern eine andere nachhaltige Wirtschaft sei auch möglich, unterstreicht der KAB-Bundesvorsitzende.
 

Im Nachklang der Bundespressekonferenz von Gewerkschaften, Naturschutzverbänden und Entwicklungsorganisationen zum Aufruf an den Demonstrationen am 17. September warnt der KAB-Bundesvorsitzende vor den Gefahren des umfassenden kanadisch-europäischen Freihandelsabkommen CETA, mit dem ein Dammbruch im Vorsorgeprinzip europäischer Gesetzgebung im Bereich der Sozial-, Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitsschutzgesetze eingeleitet werde.
"Die jetzigen Freihandelsabkommen verstärken den Druck auf Profit- und Gewinnmaximierung zu Lasten des Gemeinwohls", erklärt Luttmer-Bensmann. Er fordert ein Stopp der Verhandlungen, um Wirtschaft und Gesellschaft auf eine neue Basis im Sinne demokratischer Werte und einer Ethik, die sich an den Forderungen der Sozialenzyklika "Laudato si" orientiere. "Wirtschaft und Gesellschaft müssen endlich Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellen und das Gemeinwohl zur Leitlinie und zur Messlatte des wirtschaftlichen Handelns werden. Heute werde Erfolg daran gemessen, wie sich der Einzelne am Besten die eigenen Tasche auf Kosten der Allgemeinheit fülle, statt jenen zu belohnen, die zum Wohle der Schöpfung und der Menschen nachhaltige Wege gehe", beklagt der KAB-Vorsitzende.

KAB-Aufruf zur Demo

Die KAB wird sich daher direkt an den Großdemonstrationen in München, Stuttgart, Frankfurt und Köln beteiligen. Die KAB ruft ihre Mitglieder auf, sich zahlreich an den Kundgebungen zu beteiligen. "Machen wir der Politik deutlich, dass gute Wirtschaft eine Zukunft hat!", so Luttmer-Bensmann. 

Große Presseresonanz auf Stop CETA&TTIP Demonstrationsankündigung

Am Dienstag, den 23. August 2016 konnte das Stop-TTIP Bündnis ihr Anliegen in der Bundespressekonferenz vorstellen. Das Medienecho war riesig. Zahllose Print- und Onlinemedien, TV und Hörfunk berichteten.
Gut drei Wochen vor dem 17. September wurden die Argumente bundesweit gesendet und die Demonstrationen angekündigt. 

Die erste halbe Stunde der Bundespressekonferenz wurde  live übertragen und kann hier nach-geschaut werden: 

PM: Bündnis ruft zu sieben Großdemonstrationen gegen CETA und TTIP auf

Die Auseinandersetzung um die Freihandelsabkommen CETA und TTIP geht nach den Sommerferien in die heiße Phase. Im Oktober soll CETA, das bereits fertig verhandelte Abkommen mit Kanada unterzeichnet werden, bis Ende des Jahres sollen die Verhandlungen über die wesentlichen Eckpunkte für TTIP, das Abkommen mit den USA, abgeschlossen werden.
Kurz vor diesen Entscheidungen wird das Bündnis "CETA und TTIP stoppen! - Für einen gerechten Welthandel!" den Widerstand gegen die Abkommen mit bundesweit sieben Großdemonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart in die Breite tragen. Ziel der Proteste am 17. September ist es, CETA und TIPP endgültig zu verhindern. Erwartet werden insgesamt weit mehr als 100.000 Menschen.

Die KAB ist dabei: Stop TTIP & CETA !!

Am 17. September ist unser KAB-Engagement gefordert. In einem breiten Bündnis aus verschiedenen Organisationen  wollen wir unseren Protest gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zeigen. 

Das Abkommen TTIP zwischen den USA und Europa und das Abkommen CETA zwischen Kanada und Europa bereiten einer Wirtschaft den Weg, die nur Profitmaximierung kennt. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit werden ausverkauft und Arbeitnehmerrechte bleiben auf der Strecke. Das ist eine „Wirtschaft die tötet“, eine Wirtschaft die wir nicht wollen.

Nach der großartigen Demo gegen TTIP im Oktober 2015 in Berlin, der Demonstration am 23.April in Hannover und unserer starken Präsenz auf der Katholikentags-Demo gegen TTIP soll nun in sechs Städten in Deutschland der Protest gegen „schlecht wirtschaften“ gezeigt werden. 

Als KAB wollen wir uns besonders in den Städten Stuttgart, Frankfurt, München und Köln beteiligen. Hier sind Frauen und Männer bei der Vorbereitung beteiligt und Redner der KAB werden unseren Widerstand gegen TTIP und CETA formulieren. 

Aufruf zur Unterstützung

Liebe Freundinnen und Freunde in der KAB,
liebe Interessierte,

liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

als Mitglied des Trägerkreises der bundesweiten Demonstrationen am 17. September müssen wir als KAB Deutschlands einen finanziellen Beitrag leisten, den wir über finanzielle Unterstützungen erbringen wollen.

Unser Konto:

IBAN: DE29 3705 0198 1929 4100 15
BIC: COLSDE33XXX

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*Als Berufsverband ist die KAB Deutschlands nicht gemeinnützig, aber von der Körperschaftssteuer befreit

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