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CETA

Das Freihandelsabkommen CETA

Bereits seit 2009 verhandelt die EU – Kommission unter strenger Geheimhaltung über CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement). Erst nach Verhandlungsabschluss und unter massivem Druck der Öffentlichkeit ist der über 1500 Seiten umfassende Vertragstext 2014 veröffentlicht worden. 

CETA soll in 2016 als erstes der neuen Generation von Freihandelsabkommen ratifiziert werden. Daher rückt es aktuell auch stärker in den Blick. Denn es ermöglicht auch nicht-kanadischen Unternehmen von ihren kanadischen Niederlassungen aus europäische Staaten auf sehr hohe Schadensersatzzahlungen zu verklagen.
Dazu stellt die PSI (Internationale Gewerkschaftsorganisation) fest, wenn CETA unterzeichnet ist, werden TTIP und TiSA nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. 

Dem Rechtsgutachten von Prof. Dr. Fischer Lescano/Uni Bremen zufolge zielen Freihandelsabkommen stets auf eine umfassende Deregulierung. Über dies verletzt CETA das richterliche Rechtsprechungsmonopol, den Grundsatz der Demokratie und weitere wesentliche Teile unserer Verfassung sowie Sozial-, Arbeits-, Gesundheits-, Umwelt- und Menschenrechtsstandards.  

Das Kölner Netzwerk kommunaler Daseinsvorsorge (KNDV) sieht viele Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge als nicht geschützt an, so dass das Sozialstaatsprinzip und durch andere Regelungen auch die kommunale Selbstbestimmung ausgehebelt wird. 

Corporate Europe Observer (CEO) und der europäische Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EGÖD) sieht große Gefahren in den Investitionsschutzstandards und Schiedsgerichtsverfahren für die öffentlichen Dienstleistungen.   

Legendär ist das öffentliche Fazit der letzten Vizepräsidentin des EU-Parlamentes Frau Roth-Behrendt vom 30.01.2014 zu den im CETA enthaltenen regulatorischen Kooperationen, „„Dann lösen wir halt einfach das Europäische Parlament auf und viele nationale Parlamente auch für den Bereich und lassen es gleich die Industrie machen und den Handelskommissar und vielleicht noch den Agrarminister in den USA. Das ist doch prima. Spart wahrscheinlich ne Menge Zeit und Geld. Den Verbrauchern wird es jedenfalls schaden in der Union.“ (Sehen Sie dazu das Video)

Der bereits erfolgte schleichende Abbau der Sozialstandards in Deutschland in den letzten Jahren hat Deutschland jährliche Außenhandelsüberschüsse von 250 Mrd. € beschert, aber zugleich  die Überschuldung der Handelspartner befeuert, die dort zu sozialen Verwerfungen und politischen Unruhen führen. 

Bezogen auf Deutschland selbst stellt die OECD fest, dass dieser erfolgte Abbau der Sozialstandards  eine dynamische Ausbreitung der Armut in Deutschland schafft, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland selbst bereits um 6 % verringert hat. 

Mit weiteren Deregulierungen, wie sie im CETA enthalten sind, werden diese negativen Entwicklungen nur noch verstärkt.

Zeitschiene zur Historie der Freihandelsabkommen CETA&TTIP (bitte Bild unten anclicken)

Seit dem Jahre 2008, mit Beginn der ersten Studien über ein Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU, wächst der Widerstand in der Zivilgesellschaft gegen das "Comprehensive Economic and Trade Agreement" - CETA.
In unserer Zeitschiene können Sie einzelne, wichige Stationen der CETA-Historie zurückverfolgen und den Widerstand, auch der KAB, miterleben. 

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