KAB Deutschlands e.V.

Interaktiv
Treten Sie mit uns in Kontakt

CETA Blockade

CETA muss neu verhandelt werden!

Köln/ Avila, 26. Oktober 2016  Nach der deutlichen Absage an das kanadisch-europäische Handelsabkommen CETA durch belgische Regionalparlamente, den bundesweiten Großdemonstrationen und den Einwänden des Bundesverfassungsgerichtes fordert die KAB Deutschlands und die Europäische Bewegung Christlicher Arbeitnehmer (EBCA) transparente Neuverhandlungen.

"Die Europäische Kommission und der Europäischen Rat müssen die begründeten Bedenken von Millionen Europäer*innen endlich ernst nehmen", betont EBCA-Präsident Otto Meier. Ein fairer Vertrag, der sich Freihandelsabkommen nennen will, könne nicht  unter Druck verabschiedet werden. Meier erinnert hier besonders an das gemeinsame Wort der europäischen und amerikanischen Bischöfe zum Freihandel. "Bevor die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen abgeschlossen werden, muss eine gründliche soziale und ökologische Kosten-Nutzen-Analyse der tatsächlichen Auswirkungen auf die Gesellschaften und den Planeten durchgeführt werden", zitiert er die Erklärung der Europäischen Bischofskonferenz COMECE und der amerikanischen Bischöfe. 

Für die EBCA ist es deutlich geworden, dass die Entscheidungen der belgischen Regionalparlamente nicht nur eine demokratische Grundlage haben, sondern von einem Großteil der EU-Bürger und auch vielen Organisationen in Europa und Kanada geteilt werden. "Wenn Europa mit einer Stimme sprechen will, müssen EU-Kommission und Europarat die demokratische Vielfalt akzeptieren und die sozialen, demokratischen und juristischen bedenken in das Abkommen aufnehmen", betont der EBCA-Präsident. 

Sorge um Arbeitnehmerrechte

In einem Seminar der Europäische Bewegung Christlicher Arbeitnehmer  im spanischen Avila diskutieren  Ende dieser Woche Vertreter*innen europäischer Arbeitnehmerorganisationen die extremen Veränderungen in der Arbeitswelt und den Arbeitsbedingungen in Europa.

"Die soziale Sicherung, der Schutz von Arbeitnehmerrechten und der Ausbau der Mitbestimmung, die die europäischen Werte und Menschenrechte widerspiegeln, werden von der Europäischen Kommission in den Freihandelsabkommen so gut wie kaum berücksichtigt. So fehlen in dem jüngst verabschiedeten Freihandelsabkommen EAN der EU mit Afrika Arbeitnehmerrechte völlig", kritisiert Otto Meier. "Die berechtigte juristischen Forderung des Bundesverfassungsgerichtes zu wichtigen Teilen des CETA-Abkommens müssen noch vor der Vertragsunterzeichnung eingearbeitet werden". Bis dahin müsse die Vertragsunterzeichnung und die Ratifizierung gestoppt werden.

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Deutschlands e. V.
Bernhard-Letterhaus-Str. 26
50670 Köln
Telefon: +49 221 77 22 0
Kontakt

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

Jetzt informieren