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Grundeinkommen

Das Garantierte Grundeinkommen

„Der Mensch muss Träger, Schöpfer und das Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen sein“

(Mater et magistra, 1961)

Erwerbsarbeit als sinnstiftendes und gesellschaftlich integrierendes Element verliert dann seine zentrale Bedeutung, wenn das Versprechen der Teilhabe durch Arbeit für große Bevölkerungsteile nicht mehr eingelöst werden kann. Wenn das Ziel der Vollbeschäftigung zum Mythos und die lückenlose Vollzeitbeschäftigung bis zum Renteneintritt zum Ausnahmetatbestand wird, ist es an der Zeit, Arbeit und soziale Sicherung grundlegend neu zu denken, denn andernfalls droht eine dauerhafte Spaltung der Gesellschaft.

Mit der Sozialenzyklika Laborem exercens (LE) wurde durch Papst Johannes Paul II. erstmals Arbeit in einem umfassenden Sinne verstanden und behandelt.

„Hier geht es um jede Arbeit, die der Mensch verrichtet, unabhängig von ihrer Art und den Umständen; gemeint ist jedes menschliche Tun, das man unter der reichen Vielfalt der Tätigkeiten, deren der Mensch fähig ist und zu denen ihn seine Natur, sein Menschsein, disponiert, als Arbeit anerkennen kann und muss.“ (LE, Segen)

Mit der Vision der Tätigkeitsgesellschaft und dem Instrument eines Garantierten Grundeinkommens beschreibt die KAB eine Alternative zur derzeitigen Verfasstheit der Arbeitsgesellschaft. Ein Kernanliegen der Tätigkeitsgesellschaft ist die Überwindung der Vereinseitigung auf Erwerbsarbeit gegenüber anderen menschlichen Tätigkeiten und Handlungsfeldern. Da bislang selbst das System der sozialen Sicherung fast ausschließlich auf Erwerbsarbeit als Zugangsvoraussetzung und Indikator zum Bezug sozialer Leistungen beruht, bedarf es einer Integration und deutlicher Aufwertung derjenigen menschlichen Tätigkeiten, die jenseits der Erwerbsarbeit liegen (Sorgearbeit, Eigenarbeit und gemeinwesenbezogene Arbeit).

Mit der Gleichwertigkeit aller Formen menschlicher Tätigkeit werden die Menschen selbst entscheiden können, wie sie ihre Gewichte innerhalb der Triade der Arbeit verteilen. Der Natur des Menschen entspricht es, dass sich diese Schwerpunktsetzungen je nach Lebenssituation (Arbeit, Familie, Bildungszeiträume etc.) verändern können.

Zeitsouveränität und Vereinbarkeit, also die flexible und selbstbestimmte Aufteilung der Lebenszeit und somit die Möglichkeit zur Entwicklung von integrierten Lebens- und Arbeitsentwürfen, muss jedoch auf eine belastbare Grundlage gestellt werden.

Positive Vision

Mit dem Modell des Garantierten Grundeinkommens wird der Krise der Arbeit eine positive Vision entgegen gesetzt, die den Herausforderungen nicht mit einem ständigen „Weniger“, sondern einem „Mehr“ an Solidarität, individueller Freiheit und Selbstbestimmung begegnet.

Durch das Garantierte Grundeinkommen erhält jede Bürgerin, jeder Bürger einen individuellen gesetzlichen Anspruch auf eine bedingungslose und menschenwürdige Existenzsicherung durch das Gemeinwesen. Das Grundeinkommen ist ein Menschenrecht.

 

Die Kriterien des Garantierten Grundeinkommens sind für die KAB Deutschlands:

  • universell: Rechtsanspruch für jede Bürgerin und jeden Bürger, unabhängig von Einkommen, Vermögen und Lebensweise.

  • personenbezogen: individueller Anspruch ab dem Tag der Geburt, eigenständige Existenzsicherung für jede Frau, jeden Mann, jedes Kind, keine gegenseitige Anrechnung im Rahmen von Bedarfsgemeinschaften.

  • existenzsichernd: Garantie des soziokulturellen Existenzminimums, d.h. dem sozialen und kulturellem Standard entsprechende Lebensführung, die eine gesellschaftliche Teilhabe und Teilnahme gewährleistet.

  • voraussetzungslos: bedingungslos, keine Kontrolle, keine Zwangsmaßnahmen, positives Menschenbild.

Unsere Nachrichten zum Thema "Grundeinkommen"

02. Januar 2017

Finnisches Modell: Falscher Weg zum Grundeinkommen

Ein bedingungsloses Gruneinkommen sieht anders aus, meint die KAB Deutschlands.

Als falschen Ansatz in ein bedingungsloses Grundeinkommen bezeichnet die KAB Deutschlands den "Probelauf" Finnlands zu einem Grundeinkommen. "Mit dem finnischen Versuch wird eine bestimmte soziale Gruppe stigmatisiert", so Andreas Luttmer-Bensmann,...Mehr erfahren

Petition gegen Kinderarmut

Im Mai 2016 wurde – u.a. initiiert von KAB, Diakonie und Nationaler Armutskonferenz –eine Kampagne mit dem Titel: „Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist!" gestartet.

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                   Matthias Blöcher

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