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ZDK Rentenerklärung

Drohende Altersarmut stoppen

Köln/Bonn, 24. November 2016. Als wichtiges Signal an die Bundesregierung bezeichnete KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann die Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zur anstehenden Reform der Rentensystems. "Wir müssen aufpassen, dass die geplanten Reformen nicht zu noch mehr Altersarmut führen", betonte Luttmer-Bensmann angesichts des heutigen Rentengipfels in Berlin.

Das Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat mit einer Erklärung zur Rentenreform die Bundesregierung aufgefordert, Altersarmut zu verhindern und eine Lebensstandardsicherung zu ermöglichen. Um die gesellschaftliche Akzeptanz des heutigen Rentensystems zu erhalten, fordern die Katholiken die Zusicherung eines Mindestrentenniveaus über das bisher festgelegte Jahr 2030 hinaus, um jüngeren Generationen eine sichere Perspektive ihrer Alterssicherung zu garantieren. Die Rentenreform müsse besonders auf die veränderten Bedingungen der Lebens- und Arbeitswelt im 21. Jahrhundert ausgerichtet werden, so das ZdK. 

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands setzt sich für eine zusätzliche solidarische Sockelrente ein, in der alle Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden. "Es geht nicht an, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Lasten der Veränderungen in Wirtschaft und Arbeitswelt allein schultern und mit Altersarmut bezahlen. Wir müssen den Faktor Arbeit langfristig mit einer Sockelrente entlasten", sagt Luttmer-Bensmann.

Solidarische 3-Stufen-Modell der katholischen Verbände

Die katholischen Verbände KAB, Kolping, Katholische Frauengemeinschaft, Familienbund der Katholiken und die Katholische Landvolkbewegung fordert seit Jahren ein dreistufiges Rentenmodell mit einer Sockelrente für alle Einwohner*innen, einer Arbeitnehmerpflichtversicherung sowie der dritten Stufe der betrieblichen und privaten Vorsorge. 

Gemeinsam mit dem ZdK setzen sich die katholischen Verbände für die Anerkennung von drei Kindererziehungsjahren für jedes Kind in der Rente ein. Diese, so die ZdK-Delegierten in ihrer Erklärung "Generationengerechtigkeit, Solidarität und Eigenvorsorge - Sozialethische Anforderungen an eine Alterssicherung in der Lebens- und Arbeitswelt von morgen", müsse über Steuern finanziert werden, da Kindererziehung und -versorgung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. 

In einem Interview mit "katholisch.de" erklärte KAB-Bundesvorsitzender Luttmer-Bensmann, dass die ZdK-Erklärung zur Rente ein wichtiger Schritt ist, ethische Grundlagen und soziale Leitplanken aus Sicht von Christen in die derzeitige Diskussion einzubringen.

Presse-Erklärung des ZdK zur Rentenreform

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