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Breite Koalition für den Sonntagsschutz

Bei einem Parlamentarischen Frühstück anläßlich des Internationalen Tages des freien Sonntags am 3. März im Brüsseler EU-Parlament haben sich Parlamentarier mit Verfechtern des  arbeitsfreien Sonntags solidarisch erklärt. "Immer mehr Unternehmen üben Druck aus, damit Arbeitnehmer rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung stehen, und diesem Druck müssen wir uns widersetzen",  so  die österreichische EU-Abgeordnete Evelyn Regner von der S&D (Progressive Allianz der Sozialdemokraten).
"Der Sonntag" so Regner, "ist ein guter gemeinsamer Moment für alle, um Pause zu machen, Kultur und Gemeinschaft zu erleben und sich sozial zu engagieren". Derzeit arbeiten allein in Deutschland rund elf Millionen Erwerbstätige auch an Sonn- und Feiertagen - ein Zuwachs von drei Millionen seit 1995.

Breites Bündnis aus gewerkschaftlichen, wirtschaftsethischen und sozialpolitischen Verbänden 

"Im Zuge der Neugestaltung der Europäischen Arbeitszeitrichtline ist zu beobachten, dass die Interessen der Wirtschaft über das Gemeinwohl gestellt und der Schutz des Sonntags als arbeitsfreier Tag in der Woche gekippt wird", befürchtet der Wirtschafts- und Sozialexperte Hannes Kreller von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands und federführendes Mitglied in der Sonntagsallianz.
Martin Wilde, Generalsekretär der Internationalen Vereinigung christlicher Unternehmerverbände in Europa (UNIAPAC) und Geschäftsführer des Bundes katholischer Unternehmer (BKU): „Die deutsche Wirtschaft lebt von ihrer Innovationskraft, die von Kreativität gespeist ist. Und Kreativität braucht Rekreation. Alles andere ist kurzsichtig!“

Der deutsche EU-Abgeordnete Thomas Mann von der EVP (Europäische Volkspartei) betonte, dass die Initiative für den Sonntagschutz längst religionsübergreifend viele Befürworter gefunden habe und sich auch muslimische Verbandsvertreter für den Schutz des Sonntags aussprächen."Es gibt im Rahmen der Arbeitszeitrichtlinie  einige Gutachten, die sagen, dass sei EU-weit nicht zu regeln, da sind wir noch mitten im Diskussionsprozess. Doch wir müssen den Sonntag als freien Tag erhalten!" 

Aktionstag zum Sonntagsschutz

Mit einer Fülle von Aktionen, unter anderem in Fußgängerzonen und auf Marktplätzen, hat die Allianz für den freien Sonntag am 3. März auch bundesweit auf den Sonntagschutz aufmerksam gemacht.

"Selbstverständlich gibt es immer Interessengruppen, die den Sonntag opfern und zu Lasten der Menschen und des Gemeinwohls komplett durchökonomisieren wollen," kritisierte Hannes Kreller "Wir fordern von der Bundesregierung gesetzliche Maßnahmen, damit der rechtlichen Wildwuchs im Bereich der Sonntagsarbeit auf Länder- und Gemeindeebene endlich aufhört!"

Auch der Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald von der Fraktion Die Linke forderte, den vom Bundesverfassungsgericht anerkannten Schutz des arbeitsfreien Sonntags endlich umzusetzen und die Sonntagsarbeit auf das für die Daseinsvorsorge erforderliche Maß im Arbeitszeitgesetz zu beschränken.

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