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Werkverträge

Gute Arbeit in den Betrieben braucht mehr Mitbestimmung

Arbeitsmarktexperte Kreller: Betriebsräte müssen bei Werkverträgen mitentscheiden


"Bei Werkverträgen und Zeitarbeiterregelungen krankt die betriebliche Mitbestimmung in den deutschen Unternehmen." Dies erklärte der KAB-Arbeitsmarktexperte Hannes Kreller. Zum Schlussspurt der diesjährigen Betriebsratswahlen mahnte die KAB Deutschlands an, die Mitbestimmung in den Betrieben hinsichtlich von Werkverträgen zu stärken. "Die derzeitige Regelung spaltet die Mitarbeiterschaft in Stamm- und Werksvertragsbelegschaften", kritisiert Kreller.

Missbrauch stoppen!

Dem katholischen Sozialverband gehen die Pläne aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD nicht weit genug. "Wenn neben den Festangestellten sogenannte Dumpinglöhner parallel eingestellt werden, nützen Informationsrechte, wie sie die Bundesregierung vorsieht, nichts", betont Kreller. Die Delegierten des KAB-Bundesausschusses hatte auf ihrer jüngsten Sitzung die Bundesregierung aufgefordert, die Rechte der Betriebsräte zu stärken, um den "Missbrauch von Werkverträgen zu bekämpfen".

Der katholische Sozialverband fordert klare gesetzliche Regelungen bei Werk-verträgen. "Aktuell nutzen immer mehr Unternehmen Werkverträge als Dumping-Modell und führen so zu unsäglichen Missbrauch. Eine wachsende Zahl an Firmen lagert ganze Arbeitsbereiche aus und vergibt die Arbeiten wieder an Werkvertragsunternehmen", erklärt Kreller.


"SPD muss Wort halten!"

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles fordert Kreller auf, endlich die notwendigen Mitbestimmungsrechte einzuführen. "Die SPD muss endlich Wort halten und ihren in den Bundesrat eingebrachten Gesetzesentwurf zur Werkvertragsregelung aus der letzten Legislaturperiode umsetzen, damit die Betriebsräte ihre Arbeit gut machen können. Ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei der Fremdvergabe ist erforderlich", unterstreicht Kreller. Mit einer Kampagne "Macht euch wichtig!" hat die KAB zur Gründung von Betriebsräte und zur Teilnahme n den Wahlen aufgerufen, die noch bis zum 31. Mai durchgeführt werden.

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