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Mindestlohn-Petition

Geschenk für Hubertus

Köln, 6.12.2020.  Die KAB beendet heute ihre bundesweite Unterschriftenaktion "Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn!".. „Zum ersten Mal habe ich deutlich gesehen, mit welch kleiner Rente ich später auskommen muss, wenn ich weiterhin zum Mindestlohn bezahlt werde“, äußerte sich einer der vielen Tausend Unterzeichner der KAB-Petition.

„Die Resonanz zeigt“, so Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann, „dass wir mit der Petition Mindestlohn wichtige Aufklärungsarbeit geleistet, und die Frage nach einem armutsfesten Mindestlohn in die gesellschaftliche Debatte eingebracht haben.“ Im Internet aber auch vor Ort haben viele Diözesan-, Bezirks-, Kreis- und Ortsverbände trotz Corona-Einschränkungen und Lockdown unzählige Menschen erreichen können und so mit den brennenden sozialen Fragen von Billigjobs und Altersarmut konfrontiert. „Die Frage nach gerechtem Lohn und menschenwürdiger Arbeit ist untrennbar mit der gesellschaftspolitischen Frage verbunden: Wie wollen wir leben?“, betont Luttmer-Bensmann. Unterstützt wurde die Petition, die Mitte des Jahres gestartet war, auch vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und Gewerkschaften.

Übergabe ans Bundesarbeitsministerium im Frühjahr

Mit der Petition will die KAB auch das Findungsverfahren für die Lohnuntergrenze in der Mindestlohn-Kommission reformieren. Mit der jetzigen Mindestlohnhöhe erreichen Arbeitnehmer*innen trotz Vollzeitbeschäftigung keine Rente oberhalb der Grundsicherung. „Die Mindestlohn-Kommission muss endlich in die Lage versetzt werden, eine einmalige Anhebung auf ein armutsfestes Niveau durchzuführen“, fordert Luttmer-Bensmann. Die Petition wird im Frühjahr dem Bundesarbeitsministerium übergeben.

Anhebung auf 13,69 €!

Der gegenwärtige Mindestlohn von 9,35 €/h schützt nicht vor Armut und reicht nicht aus um soziale Sicherheit und Teilhabe zu garantieren. Insbesondere Familien leben unter permanentem finanziellem Druck. Zugleich verschärft ein so niedrig angesetzter Mindestlohn zwangsläufig das Risiko von Altersarmut. Wer ein Leben lang in Vollzeit für den Mindestlohn arbeitet, erhält eine Rente unterhalb des Hartz IV-Satzes.  Deshalb fordern wir die Anhebung des Mindestlohns auf mindestens 13,69€. Das entspricht 60% des derzeitigen Durchschnittseinkommens und ist die Untergrenze für einen Arbeitslohn, der Menschen nicht aus dieser Gesellschaft ausschließt, sondern Ihnen einen würdevollen Platz in der Gemeinschaft ermöglicht.

Menschenwürdige Arbeit ist die Grundlage einer guten Wirtschaft und einer solidarischen Gesellschaft. Dies gilt für alle Formen menschlicher Arbeit, ob in einer stärkeren gesellschaftlichen Anerkennung der Ehrenamtsarbeit oder einer fairen Bezahlung in der Erwerbsarbeit. 
Deshalb muss neben einer Anhebung des Mindestlohns auf 13,69 Euro pro Stunde auch das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit eingeführt werden. 
Trotz guter wirtschaftlicher Lage müssen deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Mindestlohn auskommen, der unterhalb der Armutsgrenze liegt. Ein Mindestlohn, der eine wirkliche sozioökonomische Existenzsicherung auf Grundlage von Erwerbseinkommen für unterschiedliche Haushaltstypen sicherstellen wollte, müsste wohl noch deutlich höher angesetzt werden.

Mindestlohn verstehen

Stellungnahme der KAB zur „Schriftlichen Anhörung zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns“ der Mindestlohnkommission

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